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— i6o —
eher als ein Rückschlag in ein niedrigeres Kulturstadium, eine
Form von Atavismus, denn als Verfallsprodukt eines höheren
Stadiums aufzufassen. Auch können mit einiger Billigkeit nicht
r:lle Formen der Nervosität, darunter die so gewöhnliche
Neurasthenie, als ein Zeichen der Degeneration gestempelt werden.
Die letztere dürfte in den meisten Fällen unter dem jetzt
herrschenden harten Kampfe um den Broterwerb und die Ehre
erworben worden sein; und unsicher ist wohl, ob sie auf die
Nachkommenschaft übergeht. Aber nicht weniger wichtig als die
nötige Begrenzung’des Begriffes Degeneration ist die Bestimmung
ihres Wesens und die Unterscheidung ihrer Arten. Die Auffassung
der Psychiater über das eine oder das andere geht aus
unten-steher Charakteristik der Opfer der Degeneration von einem der
Schriftsteller, die den Untergang der Geschlechter aus diesem
Anlaß studiert haben, Paul Jacoby ganz deutlich hervor1).
Die Degeneration zeigt sich in einem Untermaße physischer
oder psychischer Kraft, das sich mit zunehmender Stärke vererbt
und den Individuen nach mehreren oder wenigeren Gliedern die
für den Bestand der Geschlechter notwendige Lebensenergie
nimmt. Gegen diese allgemeine Bestimmung der Natur und des
Verlaufes der Degeneration dürfte wenig einzuwenden sein.
Schwerer ist es. die Formen derselben zu unterscheiden, denn sie
tritt nicht in einer Art und Weise allein, sondern in mehreren auf.
I liermit ist die Wissenschaft jedoch nicht fertig. Die oben angeführte
Charakteristik der Degeneration scheint mir ebensowenig, wie
irgend eine andere mir bekannte, die zuletzt genannten Ansprüche
zu erfüllen. Für den N’ichtfachmann, der die Sache ja immer
leichter nimmt, sieht es aus, als könne man folgende Formen
unterscheiden: erstens die physische Degeneration, die sich in
Mißbildung, vor allem aber in ererbten neuropathischen Zuständen
zu erkennen giebt, mögen sie nun zum Irrenhause führen oder
I) Lcs famillcs en voic de dégénércscensc s’etcignent, en partie
pur suite d’excis et de vices tels quo: alcoolisme, d6bauchc; eu partie par
l- suicide, le crime, mais surtout par suite de défaiit de vitalité, défaut
i|ni se manifeste par la stèrilité, par uuc graade tnortalitc des en tanis
en bas Age, et par des cas nombrcux de mört prèmntttréc en gd-néral, de
sorte que des nombreux cnfants (tu constate ordinairement chez les
membres de ces famillcs, à tott de la steriiilé des uns, uno grande
féconditè des autres — il ne reste en vie t|uc deux ön trois, les autres
ra o liran t en bas ägc 011 dans 1’adolescence. Etudes sur la Si-lcction dans
ces rapporis arec Phéréditi che/ riionime, Paris 1881, png. 106.
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