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— 574 —
berichten nöthig gehalten, an erstgedachten Herrn Reichs-Canzler
adressirt, da es dann, zweifelsfrei Euer Kön. Majt. nicht weniger
wird sein zu wissen gemacht worden. Anitzo unterlasse ich nicht,
Euer Kön. Majt. unterthänigst zu berichten: Nachdem ich jüngst
unterschiedliche Nachricht bekommen, welchergestalt der
General-Wachtmeister Montecuculi und General-Commissarius Ossa nicht
allein gegen das Land zu Wurtemberg mit sehr vermessener
Bedrohung sich verlauten lassen, sondern auch in wirklicher
Verfassung wären, und mit ihren gesammten Truppen gegen obgedachtes
Land zu Wurtemberg und die Unjer-Pfalz anmarschirten, also habe
ich nicht unrathsam zu sein erachtet, um mehrerwähntes Land zu
Wurtemberg (deswegen mich auch Ihr. Fr. Gn. der Herr
Administrator zum öftern schriftlich ersucht) in Zeiten zu assecuriren, und
dabei unsere Quartiere gegen die Unter-Pfalz vor feindlichem Einfall
zu conserviren, mit so viel Volkes, als man an dem Rheinstrom wohl
entbehren könne, aufwärts gegen den Neckar 2u avanciren. Zuvor
aber habe ich an dem Rheinstrom der Nothdurft nach alle Anstalt
gemachet, damit, wenn ja wegen Pappenheims oder anderer Örter
sich etwas Widriges ereignen wollte, ich dessen zeitig advertiret
werden und allezeit secundo flumiue wiederum, wohin es die Noth
erfordert, zur Stelle sein könnte. Bin also heute vor acht Tagen den
12 dieses, mit beihabenden Truppen von Mainz aufgebrochen und
den 15 ejusdem früh bei Mannheim angekommen, daselbst ich an
dem Neckar zu campiren gemeint, bis ich von des Feindes force und
contenance, sowohl auch wo der Herzog von Würtemberg mit
seinem Volk und den Truppen, so ich ihm zu Hilfe voraus zugeschickt,
sich aufhielte, recht erfahren möchte. Indessen bekomme ich
Zeitung, dass die Montecuculischen Truppen Bretten einbekommen und
fürters vor Wiseloch gerücket und nebst den Heidelbergischen und
Philipsburgischen Garnisonen selben Ort, darinnen vom Markgrafen
eine Companie zu Pferd nebst etlichen Tragunern gelegen, mit
Feuerwerfen und anderem Schiessen hart beängstigten, und allbereits 3
Häuser in Brand gebracht; habe derowegen stracks mich mit
beihi-benden Truppen aufgemacht, selben Ort zu entsetzen, weil aber
Metternich und La Mulie (welche, wie ich hernach erst erfahren, allein
mit’ der Heidelbergischen Garnison vor selbiger Stadt gelegen) zeitig
von mir Kundschaft bekommen, haben sie die Belagerung bald
quit-tiret, und sich in grösster Eile wieder nach Heidelberg retiriret,
also dass ausser etlichen, so von meinem Vortrab ertappet worden,
die anderen durch vdas Gebirge sich alle salviret. Bald derauf
bekommet meine Wacht einen Corporal mit 6 Reutern gefangen, so
Metternich an den Gen.-Gommiss. Ossa abgefertiget, der auch mit
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