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Noch der Zeit, wo, wenn da kamst, die Worte
Sich gleich Vogelsang im Frühling lösten.
Doch sie durften da noch Wahrheit melden,
Da des Herzens ganze Meinung kundthun,
Durften schildern, wie durch Qual und Wonne
Das Gemüt verzehrt ward und gestärket;
Es vermocht’ des Herzens Stimm’ in Worte
Jene Flammenschrift zu fassen, welche
Unauslöschlich brannte, wie im Strome
Dort der Wiederschein der Feuerwolke.
Jetzo muss sie schweigen oder prägen
Falsche Goidmünz’ auf der Lüge Lippen.
Nimmer rührt dein Geist mich, o Elvire!
Längst schon sah sich auf des Lebens Höhen
Satt mein Aug’ an diesem Flittergolde.
Nimmer rührt mich deine Seelengüte!
Längst schon wurde in des Lebens Thälern
Müde mir der Blick zu schau’n die Guten,
Die der Stunde Last in frommer Einfalt
Zu der Last der frühem Stunden tragen.
Auch entzücken mich nicht deine Töne.
Matt hat sich mein Ohr gehört an Sängen,
Welche von San Carlos wiedei-tönten,
Von La Scalas schimmernden Pilastern.
Ach, Elvira! in dem fernen Norden,
Wo ich meine Wiege hatte, hab’ ich
Bei der Sonn’ der Mitternacht gewachet
Tage, doppelt länger als im Süden,
Irrte in des Nordens Silberhainen,
Wenn sie in des Mondlichts Wogen schwammen:
Doch nicht hat der Mond, der Sonne Auge
Mir ein solches Zauberbild gewiesen, k
Wie dein göttliches Gebild’, Elvire!
Was mein Sang nur schwebend batt’ gedichtet,
Was mir vor der Seel’ gebebt wie Ahnung,
Stand da in Gestalt vollkommner Schönheit
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