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312 A. Phalen,
Subjekts, vollständige Erkenntnis von der Wirklichkeit zu besitzen,
so muss jede Erkenntnis vollkommen sein, denn in jeder Erkennt-
nis muss es ein Subjekt geben, und dieses muss der Voraussetzung
gemäss vollkommene Erkenntnis besitzen. Ein Fortgang in der
Erkenntnis ist nicht möglich. Die Wissenschaft ist als solche voll-
kommen und kann nicht in mangelhafter Form oder nur teilweise
realisiert vorliegen. Der Fortgang zur Wissenschaft kann nicht
ein Fortgang in der Wissenschaft sein. Da nun das Problem stets
einen Mangel an Erkenntnis in sich schliesst, so kann es überhaupt
nicht vorhanden sein. Hegel behandelt das Erkenntnisproblem und
hat eben in diesem die Aufgabe, die er in der Wissenschaft lösen
will. In diesem Problem ist aber vorausgesetzt, dass Problem
überhaupt ein Widerspruch ist. Daher die Schwierigkeit für He-
gel, überhaupt ein Problem für die Wissenschaft anzugeben.
III. Die verschiedenen Auffassungen vom Verhältnis des
Systems zum philosophierenden Individuum und zum
Denken in der Geschichte der Philosophie, von der
Zeitlichkeit der Entwicklung*, von dieser als Anfang
und Ende habend und als einen Kreis bildend und
vom Verhältnis der Entwicklung zum Resultat.
In Zusammenhang mit der Frage nach dem Charakter und
dem Vorhandensein des Problems im System steht auch die Frage
nach dem Verhältnis des philosophierenden Individuums zur Wis-
senschaft. Auch hier ist Hegels Gedankengang eine Vereinigung
von entgegengesetzten Gedankengängen. Der subjektive Fortgang bei
dem philosophierenden Individuum, hiess es, muss sich mit der
eigenen Entwicklung der Sache, der Wissenschaft, decken. Hier
wird nun zwischen dem Denken der Wissenschaft seitens des phi-
losophierenden Individuums und dieser Wissenschaft selbst unter-
schieden. Ebenso wenn gesagt wurde, dass in dem wissenschaft-
lichen Prozess bei dem zeitlichen Subjekt nicht antizipiert werden
Objektivität wäre, so ist sie unmöglich. Das Ganze, das selbst in anderer Hin-
sicht nicht auch Teil ist, das absolute Ganze, ist ein widersprechender Begriff.
Höffding sagt wohl auch, dass Erkenntnis des Ganzen Subjekt -Objektivität und
damit etwas Widersprechendes wäre. Hierzu kommt er aber nur durch die
Voraussetzung, dass das Erkannte in der Erkenntnis repräsentiert sein muss,
was, wie aus dem Zusammenhang hervorgeht, nicht nur bedeutet, dass es er-
kannt ist, sondern dass es im Begriff der Erkenntnis enthalten ist. Er setzt
also die Erkenntnis als Subjekt-Objektivität voraus, was er jedoch auch verneint.
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