- Project Runeberg -  Das Erkenntnisproblem in Hegels Philosophie, die Erkenntniskritik als Metaphysik /
338

(1912) [MARC] Author: Adolf Phalén
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338 A. Phalen,
seil ein Zweck, der nur der eines bestimmten Subjekts ist. In die-
sem ’Sinne ist ein sehr schlechtes Kunstwerk, das die Sache nicht
erreicht, ein bloss subjektives.»^ Hiermit mag zusammengestellt
werden: »Vernünftige Grundsätze, vollkommene Kunstwerke u. s. f.
heissen insofern objektive, als sie frei über alle Zufälligkeit sind.
Obschon vernünftige, theoretische oder sittliche Grundsätze nur
dem Subjektiven, dem Bewusstsein angehören, so wird das An-
und Fürsichseiende derselben doch objektiv genannt.»^ Und in der
Enzyklopädie heisst es: » — — —, indem das Denken dem Inhalte
nach insofern nur wahrhaft ist, als es in die Sache vertieft ist, und
der Form nach nicht ein besonderes Sein oder Tun des Subjekts,
sondern eben dies ist, dass das Bewusstsein sich als abstraktes Ich
als von aller Partikularität sonstiger Eigenschaften, Zustände u. s. f.
befreites verhält und nur das Allgemeine tut, in welchem es mit
allen Individuen identisch ist. — Wenn Aristoteles dazu auffordert,
sich eines solchen Verhaltens würdig zu halten, so besteht die
Würdigkeit, die sich das Bewusstsein giebt, eben darin, das be-
sondere Meinen und Dafürhalten fahren zu lassen und die Sache
in sich walten zu lassen. — Die Gedanken können nach diesen
Bestimmungen objektive Gedanken genannt werden — — —.»*
Dies ist der Objektsbegriff, den wir bei Kant und einigen Nach-
kantianern fanden. Die allgemeine Subjektivität soll jedoch nicht
das allen besonderen Subjekten Gemeinsame sein. Das Allgemeine
als das Gemeinsame ist die niedrigste Art von Allgemeinheit. »Die
niedrigste Vorstellung, welche man vom Allgemeinen haben kann,
wie es in der Beziehung auf das Einzelne ist, ist dies äusserliche
Verhältnis derselben, als eines bloss Gemeinschaftlichen.»* Es giebt
indessen einen solchen Begriff von dem Allgemeinen als dem Ge-
meinsamen. Insofern das Einzelne andere Einzelne ausschliesst,
ist das Allgemeine das Gemeinsame. »Die Allgemeinheit auf diese
Einzelnen als gleichgültige Eins bezogen, — und bezogen muss sie
darauf werden, weil sie Moment des Begriffes der Einzelnheit ist,
— ist sie nur das Gemeinsame derselben.»^ Nun ist zwar der Be-
griff als das Einzelne nicht ausschliessend, dies bedeutet aber nur»
dass seine Ausschliessung auch Identität ist. »Das Einzelne nun
^ Grund), d. Philos. d. Rechts, S. 61.
2 Log. II, S. 173.
3 EnzykL, S. 33, 34.
* Log. II, s. m.
^ Ebenda.

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