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3G8 A. Phalen,
sie auch nicht Erkenntnis von Differenz. Der Fortgang in dersel-
ben ist in Wirklichkeit kein Fortgang. »Dieses Fortgehen ist je-
doch nichts Anderes, als nur die Wiederholung des einen, ur-
sprünglichen Tuns der Analyse, nämlich die Wiederbestimmung
des schon in die abstrakte Begriffsform Aufgenommenen als eines-
Konkreten, und hierauf die Analyse desselben, dann von neuem
die Bestimmung des aus ihr hervorgehenden Abstrakten als eines
Konkreten und so fort.» Die Aufnahme in die analytische Begriffs-
form ist die Aufnahme in die leere, differenzlose Identität. Die
analytische Erkenntnis geht also zu stets derselben leeren Idealität
fort, die niemals die Differenz in dem Objekt erreicht.
Andererseits sind die analytischen Denkbestimmungen, eben
weil sie in der Analyse nur aufgenommen und nicht verbunden
werden, eine einheitslose Mannigfaltigkeit, zum Unterschied von
der Synthese, die das Eine mit dem Anderen verbindet. »Das Ana-
lytische bleibt in seiner Tätigkeit bei den Bestimmungen überhaupt
stehen, insofern sie sich auf sich selbst beziehen; durch ihre Be-
stimmtheit aber sind sie wesentlich auch von dieser Natur, dass
sie sich auf ein Anders beziehen.» »Das analytische Erkennen ist
die erste Prämisse des ganzen Schlusses, — die unmittelbare Be-
ziehung des Begriffs auf das Objekt, die Identität ist daher die
Bestimmung, welche es als die seinige erkennt, und es ist nur
das Auffassen dessen, was ist. Das synthetische Erkennen geht
auf das Begreifen dessen, was ist, das heisst, die Mannigfaltigkeit
von Bestimmungen in ihrer Einheit zu fassen.»^ Auf dieselbe
Weise wird bei Kant das analytische Urteil, die analytische Ver-
bindung, einerseits zu dem leeren Zusammenfallen in der abstrakten
Identität, andererseits zu dem blossen Sondern ohne Einheit, der
Mannigfaltigkeit ohne Verbindung. Dass die Analyse bei Kant
konsequenterweise als ein Identifizieren gedacht werden muss, wo-
durch also kein Unterschied und keine Mannigfaltigkeit gegeben
wird, ist oben gezeigt worden. Andererseits aber ist die Analyse
ein Auflösen der synthetischen Einheit, wodurch also im Gegenteil
Mannigfaltigkeit gegeben wird. »Man wird hier leicht gewahr, dass
diese Handlung ursprünglich einig und für alle Verbindung gleich-
geltend sein müsse, und dass die Auflösung (Analysis), die ihr Ge-
genteil zu sein scheint, sie doch jederzeit voraussetze; denn wo
der Verstand vorher nichts verbunden hat, da kann er nichts auf-
»
Log. II, S. 279.
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