- Project Runeberg -  Studien über das ungehörnte Rindvieh im nördlichen Europa unter besonderer Berücksichtigung der nordschwedischen Fjellrasse, nebst Untersuchungen über die Ursachen der Hornlosigkeit /
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(1896) [MARC] Author: Erik Oskar Arenander
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Vererbungs-Erscheinungen bei Paarung von ungehörnten mit gehörnten Rindern - Schlußfolgerungen

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wiederholt mit einem Original-Berner Stier gekreuzt, eine ungehörnte Nachzucht beiderlei
Geschlechts, welche dur<h Inzucht vermehrt wurde. Die Hornlosigkeit war in wenigen
Dezennien so vollständig zur typischen Eigenthümlichkeit der Zucht geworden, daß selbst die
Verwendung von gehörnten Driginal-Berner Stieren die Hornlosigkeit der Nachzucht
nicht aufhob.“ —

Jn einer neueren Auflage führt derselbe Verfasser noch folgenden Fall an: *) „Der
Stamm hornloser Rinder zu Groß-Kochberg bei Rudolstadt verdankt seine Entstehung einer
in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts angekauften Kuh. Sie gehörte dem in jener Gegend
heimischen gehörnten Rinderschlage an, war aber ausnahmsweise hornlos gefallen und ver-
erbte diese Eigenschaft mit großer Beständigkeit.“ So berichtet der Züchter dieser Heerde,
von Stein brieflich den Herausgebern des deutschen Heerdbuches.

Cornevin erzählt einen Fall folgendermaßen: *) „Im Jahre 1770 wurde in
Paraguay ein Stier geboren, der hornlos blieb und in Südamerika der Stammvater der
ungehörnten Rinder wurde. Dieser Stier stammte von spanischen Eltern ab, die gewaltige
Hörner besaßen. Obgleich er gehörnte Kühe deckte, blieben seine Abkömmlinge wie er selbst
ungehörnt.“ —

Aus Sicilien führt Cornevin aus einer Zeitschrift „IT zootecnico“ 1877 folgende
Thatsachen an: *) „Jm Jahre 1874 wurde in einem Dorfe Branino auf Sicilien in einer
Heerde von gehörnten, heimischen Kühen ein Stierkalb geboren, das hornlos blieb. — Es
wurde Stammvater eines ungehörnten Rindvichstammes, weil es diesem Besitzer gefiel, diese
Eigenthümlichkeit fortzupflanzen.“

Aus einer Gegend in Frankreich wird folgender Fall angesührt:***) „Ein Landwirth,
M. Colsfon in Saint-Aubin sur Aire (Meuse) besaß einen Stamm Milchkühe, die beinahe
alle von reiner Schweizer Rasse abstammten. Im Jahre 1861 bekam er von derselben Kuh
— Schwyzer Kreuzung mit Schwyzer Stier gepaart — zwei Zwillingskalben — einen Stier
und eine Kuh — die keine Hörner bekamen. Er zog beide auf und ließ die Färse von
ihrem Bruder decken und bekam dadurch hornlose Kalbinnen und Stiere. Von diesen zog
er mehrere auf und befam dadurch binnen eines Zeitraumes von 7 bis 8 Jahren einen
Stamm, der zum größten Theile aus ungehörnten Rindern bestand. Ein in der Nähe
wohnender Landwirth kaufte eine von. diesen Kühen, die tragend war, und die ein ungehörntes
Kuhkalb gebar. Da der Landwirth selbst feinen Stier hatte, ließ er die Kuh und späterhin
auch die Tochter von einem Schwyzer Stier deen, die eine brachte ein ungehörntes Kuhfalb
zur Welt, die andere auch ein Kuhkalb, aber mit losen beweglichen Hörnern. Jm dritten
Jahre bekam er auch ein Stierkalb, das dauernd hornlos blieb.“

Schlußfolgerungen.

Die hier gesammelten Beobachtungen bezüglih der Vererbungs-Erscheinungen bei
Paarungen zwischen gehörnten und ungehörnten Rindern sind von außerordentlih großem

*) H. Settegast, Die Thierzucht, Breslau, 1888.
**) Cornevin, Traité de Zootechnie, S. 257, 258.
***) Laurent, Les Bœufs sans cornes, in Receuille de médecine vétérinaire 1886, S. 85.

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