Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Das Recht des Kindes, seine Eltern zu wählen
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— 55 —
die Voraussetzung für das zukünftige erotische
Glück und für ein glücklicheres Geschlecht der Zu-
kunft.
Die Jetztzeit hat ererbte Sitten und neuer-
worbene Unsitten, die beide überwunden werden
müssen, bevor Seele und Sinne in der Erotik un-
trernbar werden, oder mit anderen Worten, bevor
diese Einheit als die einzige Sittlichkeit in dem Ver-
häknis zwischen Mann und Weib erkannt wird.
m
Es giebt freilich — sowohl unter den genialen
Männern wie unter den einseitigen Frauenrechtle-
rinnen — solche, die meinen, dass die Entwickelung
einen ganz anderen Verlauf nehmen wird. Nach-
dem man den niedrigen Trieb, der der Liebe zu
Grunde liegt, klar erkannt und wissenschaftlich
analysiert hat, wird, sag^ man, das hochstehende
Individuum entweder den Trieb befriedigen, scham-
bs und tierisch, ohne alle Gefühlsausschmückung,
cder es wird sich seiner Gewalt entziehen und die
Lebenskraft, den Gefühlsinhalt, der jetzt noch von
cer Liebe verbraucht wird, anderen, edleren Auf-
gaben zuwenden.
Es liegt nichts Unmögliches in dieser An-
nihme. Ich habe schon dargelegt,13) dass die Frau
dirch ihre mütterHchen Funktionen so viel phy-
sische und psychische Lebenskraft verbraucht,
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