Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das ungeborene Geschlecht und die Frauenarbeit
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Speisungen, Kinderspitäler, Ferienkolonien — sie
können mit all ihren schönen Bestrebungen nicht
ein Hundertstel der Lebenskräfte ersetzen, die der
neuen Generation mittelbar oder unmittelbar durch
die Frauenarbeit ausser dem Hause geraubt
werden.
Es giebt ja allerdings Menschen, die erwarten,
dass das häusliciie Leben von kollektiven Anstal-
ten für Kinderpflege, für Mahlzeiten u. s. w. abge-
löst werden wird. Ich glaube wohl auch, dass
ebenso wie das Brauen, Backen, Schlachten, Licht-
ziehen und Kleidermachen mehr und mehr vom
Hause wegverlegt worden ist, vieles von der Ar-
beit, die noch jetzt den grössten Teil der häuslichen
Thätigkeit bildet — z. B. Kochen, Waschen,
Kleiderausbessern, Reinmachen u. s. w. — schliess-
lich auch kollektiv ausgeführt werden wird, mit
Hilfe von Elektrizität und Maschinen, Aber ich
hoffe, dass die Neigung des Menschen zur Indivi-
dualisierung die Tendenz zu unpersönlicher, ein-
förmiger Massenwirkung in Bezug auf all das be-
siegen wird, was in tieferer Weise die innersten
Lebensverhältnisse und die privaten Lebensge-
wohnheiten berührt ; dass ein reiches Familienleben
auch fürderhin als Grundbedingung echter
Lebensfreude und persönlicher Entwickelung be-
trachtet werden wird. Auch wenn die Frauen von
den barbarischen Ueberbleibseln der jetzigen Haus-
haltungsweise — ein Marktkorb, ein Küchenherd,
eine Scheuerbürste in jedem Hause — befreit sein
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