Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das ungeborene Geschlecht und die Frauenarbeit
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braucht. Und wenn diese eintritt, wird sie wahr-
scheinlich in den meisten Fällen mit Freude die
Möglichkeit begrüssen, die ihr die Gesellschaft
dann bieten wird, nämlich als Mutter und Er-
zieherin für diese zu arbeiten.
Noch sind wir weit von einer solchen Gesell-
schaft entfernt. Aber bei jeder sozialen Massregel
gilt es, wie gesagt, zu prüfen, ob sie uns von diesem
Ideal entfernt oder uns ihm näher bringt ; ob sie die
Entwickelung des Gedankens fördert oder hemmt,
der schliesslich alles umwandeln wird, des Gedan-
kens, dass die Produktion um der Menschen willen
da ist, nicht wie jetzt die Menschen um der Pro-
duktion willen; dass die Arbeit um der Freiheit
willen da ist, nicht wie jetzt die Freiheit um der
Arbeit willen I
Als ich — in Missbrauchte Fraiienkraft —
versuchte, die Frauen zu einer Prüfung der Kon-
sequenzen derselben zu veranlassen, da war meine
These diese: wir müssen in unseren Kulturplänen
davon ausgehen, dass die Mutterschaft etwas
Wesentliches für die Natur der Frau und die Art,
wie sie diesen Beruf erfüllt, von Wert für die Ge-
sellschaft ist; und wir müssen auf Grund dessen
die Verhältnisse ändern, die der Frau immer mehr
das mütterliche Glück und den Kindern die mütter-
liche Pflege rauben. Oder wir müssen davon
ausgehen, dass die Mutterschaft nicht wesentlich
ist — und dann mag alles fortgehen, wie es geht.
Dann wird die nach aussen gerichtete Arbeit — mit
Ellen Key, Das Jabrb. d. Kindes. 7
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