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— 171 —
jährige das Gespräch der Erwachsenen stören, aber
der Zwölfjährige wird um acht Uhr zu Bett ge-
schickt — auch wenn er mit leuchtenden Augen
einem Gespräche lauscht, das ihm den zündenden
Funken fürs Leben geben könnte
Gewiss müssen einige einfache Gewohnheiten
— Benehmen und Ordnung, Nahrung und Schlaf,
Luft und Wasser, Kleidung und körperliche Bewe-
gung betreffend — zu elementaren Sittlichkeitsbe-
griffen bei dem Kinde gemacht werden, das nicht
früh genug lernen kann, die körperliche Gesund-
heit und Schönheit als hohe ethische Werte anzu-
sehen und Vergehen gegen die Gesundheit und
Schönheit als hässliche Handlungen zu betrachten.
Aber darüber hinaus müssen die Kinder ganz un-
abhängig von Gewohnheiten bleiben dadurch, dass
bei jeder Regel auch die Ausnahme ihr Recht er-
hält. Die jetzige ängstliche Besorgnis, dass sie
auf den Glockenschlag essen, gewisse Speisen zu
gewissen Mahlzeiten bekommen, nach der Anzahl
der Grade gekleidet werden, sich nach dem
Glockenschlag niederlegen, vor jedem Tropfen un-
gekochten Wassers und jedem Extra-Bonbon be-
hütet werden — das entwickelt sie zu nervösen,
reizbaren Gewohnheitstyrannen, während die ver-
nünftige Abhärtung gegen die Ungleichheiten, Un-
annehmlichkeiten und Abenteuerlichkeiten des
Lebens eine der wichtigsten Grundbedingungen für
Lebensfreude und Gemütsstärke schafft. Auch in
diesem Falle ist das Vorbild des Erziehers selbst
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