Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Die Schule der Zukunft
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— 274 —
Naturkunde, die Geographie, die Geschichte, die
Kunst und Litteratur dem Gedächtnis wirkliche
Werte geben, den Verstand lehren, zu beobachten,
zu unterscheiden und zu urteilen, das Gefühl, zu
glühen und mit seiner Wärme den verschiedenen
Stoff zu jener Einheit zu verschmelzen, die allein
Bildung ist. Wirklichkeiten — das ist mit einem ein-
zigen Worte das, was Haus und Schule den Kindern
in grossen, reichen, warmen Strömen geben sollten,
ohne diese Ströme durch Methodik, Systematik,
Kurseinteilungen und Examina zu kanalisieren und
einzudämmen.
Ich habe nie von einer pädagogischen Dis-
kussion gelesen, ohne dass die schönen Worte
„Selbstthätigkeit", „individuelle Entwickelung",
„Wahlfreiheit" mich an die Musik bei den Opfer-
festen der Kannibalen erinnert haben ! Denn wenn
dann die Anwendimg kommt — dann sind die Ein-
schränkungen und Reservationen, die der Reprä-
sentant jedes Gegenstandes zugeben will, in ihrer
Unbedeutendheit ganz lächerlich im Vergleich mit
den grossen Prinzipien, in deren Namen die Modi-
fikation geschieht. Und am Schlüsse werden di^
Kinder weiter den Bildungsidealen, den pädagogi-
schen Systemen, den Examensforderungen ge-
opfert, die man von keiner Seite preisgeben will
Die ewige Sünde der Schule gegen die Kin-
der ist stets, vom Kinde zu sprechen ! Zum
Beispiel:
Der Slöjd (Handfertigkeit : Handwerk und
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