Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Die Schule der Zukunft
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— Sff —
Ist diese Beobachtung eine tiefe gewesen, so
gehen aus derselben keine allgemeinen Regeln,
sondern lauter besondere Regeln hervor. Das eine
Kind muss Lesen oder Sport oder Handarbeit in
ganz verschiedenem Massstabe haben als das
andere ; das eine soll früh, das andere spät dazu
gelangen, die Bildungsmittel von Museumsbesuchen
oder Reisen (am besten Fussreisen) zu gemessen
n. s. w. Und das „Unumgängliche" wird dann auf
das geringstmögliche Mass eingeschränkt. Denn
was jeder Mensch zu können braucht, um sich im
Leben zurechtzufinden, ist überaus wenig. Dieses
Wenige ist gut lesen und richtig buchstabieren ; mit
beiden Händen schreiben ; einfache Gegenstände
abzeichnen, so dass man eine Bildschrift ebenso-
wohl wie eine Buchstabenschrift erlernt — eine
Fertigkeit, die von künstlerischer Begabung ganz
unabhängig ist ; ferner geometrischer Anschau-
ungsunterricht ; die vier einfachen Spezies und
Dezimalbrüche ; so viel Geographie, dass man sich
mit einer Karte und einer Zeittabelle zurechtfinden
kann; so viel Naturkunde, dass man einen Grund-
begriff von den einfachsten Forderungen der
Hygiene hat; schliesslich die englische Sprache, um
sich in dem zunehmenden Verkehr mit der weiten
Welt durchzubringen. Mit diesen Fertigkeiten hat
man dem Kinde das gegeben, was es braucht, um
sich dann selbst in den Büchern und im Leben zu-
rechtzufinden — wenn man dazu noch die Fähig-
keit iügt, einen Strumpf zu stopfen, einen Knopf an-
zunähen und einen Nagel einzuschlagen.
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