Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Die Schule der Zukunft
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setzen. Und erst dann wird die Schule eine An-
stalt, wo man fürs Leben lernt, nicht wie jetzt —
auch im besten Fall — fürs Leben verarmt wird.
Erst dann wird jeder dort zu seinem Recht kom-
men; der Studierlustige wie der nicht Studier-
lustige; der, welcher vor allem Bücher, und der,
welcher vor allem die Thätigkeit des Auges und
der Hand als Bildungsmittel braucht ; der theoi e-
tisch wie der praktisch Begabte, der realistisch wie
der idealistisch Angelegte. Wenn jeder frei das
thun darf, was er am besten kann, dann wird er
sich oft verlockt fühlen, sich auch in etwas von dem
zu versuchen, was andere können. So wird die
Einseitigkeit natürHch korrigiert, aber nicht wie
jetzt schonungslos durch die Walze des „harmoni-
schen Bildungsideals" abgeplattet werden.
Für die Schule der Zukunft müssen ganz neue
Seminarien die Lehrer vorbereiten. Die patentierte
Pädagogik wird der individuellen weichen, und nur
der, welcher durch Natur und Selbstkultur mit
Kindern spielen, mit Kindern leben, von Kindern
lernen, sich nach Kindern sehnen kann, wird in
einer Schule angestellt werden, um sich dort selbst
seine persönliche „Methode" zu bilden. Und ange-
stellt werden diese Lehrer nur nach einem Probe-
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