Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Die Schule der Zukunft
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
— 300 —
lichkeit einer fortgesetzten Entwickelung — und
eine Dienstzeit von höchstens zwanzig Jahren.
Dann treten sie in die aus Eltern und Lehrern zu-
sammengesetzte Schuljury ein oder werden Cen-
soren bei den Reifeprüfungen. Und diese werden
sich — wie oben angedeutet — so abspielen, dass
jeder Censor zusammen mit höchstens fünf jungen
Leuten einen Sommer im In- oder Auslande ver-
bringt. Bei diesem Zusammenleben ist er in der
Lage, wirklich das Mass ihrer Bildungsaneignung
zu ergründen ; sie in der Wahl einer Lebensaufgabe
zu leiten; durch eine sokratische Mitteilung der
Lebensweisheit der Jugend einen Ersatz für den,
wie ich hoffe, dann nicht mehr bestehenden Kon-
firmationsunterricht zu geben, dessen psycho-
logischer Wert nicht in dem besteht, was man dar-
aus lernt, sondern in der Richtung des Sinnes auf
die ernsten Fragen und Aufgaben des Lebens, in
der Weckung zu ethischer Selbstentwickelung, die
gerade im Uebergang von der Kindheit zur Jugend
so bedeutungsvoll ist. Da soll die Jugend in die
Kunst des Lebens eingeweiht werden — das will
sagen, die Kunst, seine eigene Persönlichkeit, sein
eigenes Dasein zu einem Kunstwerk zu gestalten
— darin eingeweiht werden von einem weisen
Manne oder einer solchen Frau, die sich selbst ihre
Jugendlichkeit bewahrt haben, sodass sie die Freu-
den und Schmerzen der Jugend verstehen, ihr Spiel
und ihren Ernst, ihre Träume und Ahnungen, ihre
Fehler und Gefahren : Führer, die doch nur zaghafte
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>