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— 324 —
mit Ehrfurcht vor dem unausweiclilichen Zusam-
menhang zwischen Ursache und Wirkung erfüllt,
dem Zusammenhang, den keine „Gnade" aufheben
kann. Sein Handeln wird wirklich von dieser Ge-
wissheit geleitet werden, und er wird sich nicht in
irgendwelche Hoffnungen auf eine Vorsehung oder
eine Versöhnung einwiegen, die gewisse Wirkun-
gen abzuwenden vermögen. Diese neue Ethik, die
durch die Wirklichkeiten des Lebens bekräftig^
wird, lässt sich folgerichtig durchführen. Kein
einziges Gebot dieser Sittenlehre braucht ein leeres
Wort zu bleiben. Und in dieser Sittenlehre wird
man für alle die ewig tiefen Worte Verwendung
haben, die Jesus oder Buddha oder andere grosse
Geister den Menschen gegeben haben. Aus diesen
Worten werden sie immer weiter Erbauung
schöpfen — das will sagen, Material, sich selbst
aufzubauen — doch mit der vollen Freiheit, bei
jedem von ihnen nur jene Baustoffe zu suchen, die
gerade zu dem Stil passen, den sie der Architektur
ihrer Persönlichkeit verleihen wollen, ohne doch
die Aussagen und das Vorbild des einen oder ande-
ren als das absolut Befolgenswerte zu betrachten.
Dann wird die Seele des Kindes nicht von den
Thränen der Sündenreue oder der Höllenfurcht ge-
bleicht werden ; nicht beschmutzt durch den ideen-
und idealitätslosen Realismus, das verächtUche
Misstrauen, das die zerstiebenden Blasen der
schönen Worte gleich kaltfeuchten Flecken zurück-
lassen ! Dann werden die Weichen sowohl wie die
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