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— 330 —
mit dem Menschen zu erschaffen; dass der erste
Mensch sündigte und dass der böse Gott um dieser
Sünde willen nicht nur ihn, sondern auch uns alle
anderen strafte, die wir nichts verbrochen haben;
endlich dass er selbst die Strafe für diese Sünde er-
litten hat, indem er seinen Sohn sterben Hess, und
dass unser hauptsächliches Ziel in diesem Leben
darin besteht, zu versuchen, diesen Gott zu erwei-
chen und den Leiden zu entkommen, für die er
uns bestimmt hat!
Wir meinen, dass das nichts zu bedeuten hat,
ja, dass es sogar für das Kind nützlich ist, und wir
hören mit Wohlbehagen, wie dieses all diese Greu-
lichkeiten wiederholt; wir reflektieren nicht über
die furchtbare geistige Umwälzung, die in solchen
Augenblicken, ohne dass wir es merken, in der
Seele des Kindes vor sich geht. Wir stellen uns
diese Seele als eine leere Tafel vor, auf die man
schreiben kanr*, was man will ; aber das ist ein Irr-
tum. In dem Kinde liegt eine dunkle Ahnung von
einem Ursprung des Alls, von einer Macht, der es
unterworfen ist, und es besitzt — nicht klar und
bestimmt oder mit Worten ausdrückbar, aber als
eine Empfindung, die sein Wesen erfüllt — dieselbe
hohe Ahnung des Ursprungs wie der denkende
Mann, und nun plötzlich, anstatt all diesem sagt
man dem Kinde, dass der Urheber des Alls ein un-
vernünftiges, grässliches und grausames Wesen ist.
Das Kind hat eine undeutliche Vorstellung vom
Ziele unseres Lebens, davon, dass dieses Glück
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