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nachzudenken, dem es gelehrt wurde, bUnd zu ver-
trauen, noch dass man das Kind für den neuen
Gottesbegriff mit seiner religiösen, — das heisst
verbindenden und erhöhenden — Stärke vorbe-
reitet, für den Begriff eines Gottes, dessen Offen-
barungsbuch der gestirnte Himmel und die Seher-
ahnung ist, die Abgründe des Meeres und die Tiefe
des Menschenherzens, des Gottes, der im Leben ist
und der das Leben ist. Nichts zeiget besser, wie
schwach, wie wenig durchgearbeitet der eigene
Glaube der modern Denkenden ist, als dass sie
noch immer ihre Kinder das lehren, wovon sie
selbst geistig nicht leben wollen, was sie aber für
die Moral und die soziale Zukunft des Kindes für
unentbehrlich halten.
Wenn man vom Vorsehungsbegriff zum
Sühnebegriffe übergeht, begegnet man bei den
Kindern derselben natürlichen Logik.
Daß kleine Mädchen, das — selbst das einzige
Kind seiner Mutter — ausrief : „Wie konnte
Gott sein einziges Kind töten lassen? Das hättest
Du mir nicht thun können !’’
und der kleine Knabe,
der äusserte : „Das ist doch sehr gut für uns, dass
die Juden Christus kreuzigten, sodass uns nichts
geschieht !" . . . sind die beiden Pole einer gefühl-
vollen und einer praktischen Betrachtungsweise des
Sühnetodes, die beiden Pole, zwischen denen
dann alle Parallelkreise gezogen sind. Zu dem
mehr humoristischen aber ganz naiven Ideenkreis
gehört der Vorschlag eines kleinen Mädchens,
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