Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VIII. Kinderarbeit und Kinderverbrechen
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
— 36; —
Gassenjunge von Unterschlagungen und Verun-
treuungen in der besitzenden Klasse liest, häufig
begangen von ergrauten Männern, die doch ihre
Kindheitseindrücke in ,,der guten alten Zeit" er-
halten haben, als „die schlappe Erziehung" der
Gegenwart noch nicht ihre Einwirkung ausüben
konnte ! ! Kein Tag vergeht, ohne dass er sieht,
wie die Angehörigen dieser oberen Klasse, die
Aelteren wie die Jüngeren, ihre Genusssucht be-
friedigen. Aber von ihm — dem Kinde der Baracke
und der Gasse — fordert man spartanische Tugend
oder sucht sie ihm einzubläuen ! Es ist schwer zu
sagen, was hier grösser ist, die Einfalt oder die
Roheit.
Solange die Oberklasse sich selbst roh, mass-
los, genusssüchtig, träge zeigft ; solange es der
Lebenszweck der Mehrzahl ist, Geld zu verdienen
und Geld zu verschleudern ; solange viele essen
können, ohne zu arbeiten, und viele keine Arbeit
finden, die welche suchen ; solange liederlicher
Luxus Seite an Seite mit liederlicher Not lebt, so-
lange hat die Oberklasse nicht einen Schatten von
Recht, eine bessere Unterklasse zu erwarten. Die
jetzige Gesellschaft schafft und erhält das soziale
System, dessen Wirkungen ihr dann in den ökono-
mischen Vorbrechen der Oberklasse wie der Unter-
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>