Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Zigeunermusik
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er unserem bittersten Feindeslande entstammt, aber er
mag sich mancherlei Gedanken machen, wenn er die
Berichte über die Behandlung unserer gefangenen
Brüder in England liest...
Auf den rotgeäderten Tischen vermehren sich hier und
da die leeren Flaschen. Der Kontrolle, vielleicht auch
des festlichen Bildes wegen, bleiben die ausgeleerten
Flaschen auf dem Tisch stehen. An einem Tisch wird
nur ungarischer Champagner, Törley-Spezialmarke, ge-
trunken: Verwalter oder Junker vom Lande sind nach
der Stadt gekommen, umsich zu unterhalten. —„Lajos!"
ruft einer von ihnen dem Zigeuner zu. Augenblicklich
gibt der Primas dem Orchester ein Zeichen, befestigt
gleichzeitig die Sordine an der ^-Saite seiner Geige,
verläßt, begleitet von der Kapelle, das soeben vor-
getragene Thema und läßt ein ungarisches Lied aus
der Geige emporblühen. Es bricht hervor wie eine
Knospe, während der Zigeuner, sich wiegend und
schleichend, sich seinem Opfer nähert, blüht empor,
zärtlicher und schöner, je näher er kommt, und entfaltet
sich, farbenreich und berauschend, innig nahe und hin-
gebungsvoll gerade vor dem Ohr des auserkorenen
Zuhörers. Das nennt man in Ungarn: sich aufspielen
lassen! Und dafür wurden in Ungarn Vermögen hin-
gegeben. Denn das ist: „sich weinend unterhalten! ..."
Die Zigeuner haben jetzt das große Tempo eingeschlagen.
Lied nach Lied wird „ins Ohr gespielt". Blaurote
Banknoten verschwinden in die weiße Spielerhand des
Primas/bis sowohl er wie der Zuhörer genug hat...
Es scheint ein großer Abend zu werden: Galizische
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