- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Tjugutredje årgången, 1923 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Tor Andrae, Der Ursprung des Islams und das Christentum - I. Das Christentum in Arabien zur Zeit Muhammeds

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i5° tor andrae

Mission scheint eben durchgängig der Küste gefolgt zu sein.1
Vielleicht geschah der Verkehr mit Persien hauptsächlich zur
See, wie dies ja auch mit dem Zuge des IVahriß der Fall war.

Die von ihren Verbindungen mit dem westlichen
Christentum abgeschnittene südarabische Kirche hat wohl nicht lange
dem Missionseifer der Nestorianer widerstehen können. Schon
zu der Zeit, in der Muhammed auftrat, scheint sie Nestorianisch
gewesen zu sein. Ein direkter Beweis dafür wäre die Angabe,
dass Sajjid, der Fürst der Negräniten, zusammen mit dem Bischof
Isö’jab zu Muhammed gekommen sei, um ihm einen günstigen
Vertrag abzugewinnen. Doch kann der Bericht darüber, wie er bei
den syrischen Schriftstellern vorliegt, nicht als bare Münze
angenommen werden. Barhebraeus schreibt:2 »Zu dieser Zeit trat
Muhammed, der Prophet der Araber, auf. Es war damals ein Mann
namens Said das Haupt der gläubigen Negräniten — derer die in
der Wüste wohnen. Dieser nahm Gaben und Geschenke mit und
kam nebst ihrem Bischof Isöjab zu Muhammed und erhielt von
ihm ein merkwürdiges Schriftstück (Sl^iljün fmlhä) das einen
Befehl an die Araber enthielt, die Christen vor allem Schaden
zu beschützen». Aus den Bestimmungen des Vertrages ist
übrigens zu erwähnen, dass die Araber den Christen, wenn sie
eine zerstörte Kirche reparieren wollten, Beistand zu leisten
hatten; Priester und Mönche sollten von der Kopfsteuer frei
sein, die sonst vier Züzi, für Arme und zwölf für Reiche be-n
tragen sollte. Wenn aus dieser offenbar sehr verworrenen
Version hervorzugehen scheint, dass Isö’jab als Bischof der
Negräniten an den Verhandlungen mit Muhammed persönlich
teilgenommen hat, so erzählt der Nestorianische Geschichtsschreiber
Märl b. Sulaimàn, dass der Katholikos an Muhammed
geschrieben habe, um für die Christen seiner Kirche, die im
Machtbereich des Propheten wohnten, Schutz zu erflehen (jukätib
sähib san’at al-’tsläm wa-jukdl lahu wa-jas aluhu al-wasät
bi-rriijjatihi fi nawahlhi), was ohne Zweifel der Wahrheit näher
kommt.8

1 Vgl. F. Nau, Lexpansion nesto?ienne en Asie, Musee Gurmet, Bib/,

de Vulgarisation, Tome 40 (1913) 206 f.

3 Eibl. Or. III: 2,94

3 Muhammed hat ihm diese Bitte schriftlich bewilligt und ihm sogar

Gaben gesandt. Die Haltung Tsö’jabs hat selbstverständig der Perserkönig

sehr übel aufgenommen. Der Katholikos wusste ihn jedoch zufrieden zu stellen,

Maris Amri et Slibæ De Pat7’ia7’chis Nestoviatioj’iiui co†Hinc?itavia ed H. Gis-

mondi (Rom 1899) I, 61 f. ’Amr zufolge hat Gott dem Patriarchen den

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