- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Tjugufjärde årgången, 1924 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Tor Andrae, Der Ursprung des Islams und das Christentum. III. Die Eschatologische Frömmigkeit Muhammeds

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tor andrae

sein Volle Sei nicht ausgelassen1 [lä tafrali), denn siehe, Gott
liebt nicht die Ausgelassenen. Suche mit dem, was dir Gott
gab, dass zukünftige Heim (aldar al-ähira) (28: 76—7).

Muhammed hat sonst wegen des
offenbarungsgeschichtlichen Zusammenhanges, in den er die Gottesgerichte
hineinstellt, öfter den Untergang der gesamten Völker als den der
einzelnen Machthaber im Auge. Hei den Syrern ist das
Umgekehrte der Fall. Doch haben auch die syrischen Predikanten
es oft verstanden, den Eindruck ihrer Bussreden mit den
warnende Beispielen der Völkergeschichte zu verstärken. So z. B.
’Afrem: TröXec? y.atszöfbjaav xal tö^o: •fø7|!J.W’ibjaav arco èpfijc
toö 6c0ö, xai O’jSs ootto; s5s’.X’.äaa[xev.2 Aus ’Adl b. Zeid kann
man ersehen, wie beliebt das Thema von den Gottesurteilen
in der ostsyrischen Kirche gewesen sein muss. Für uns
besonders wichtig ist die Tatsache, dass das, was ich oben die
offenbarungsgeschichtliche Anwendung des Motives genannt
habe, auch den Syrern vertraut gewesen ist. In der
Schatzhöhle wird gelegentlich der Entstehung des Götzendienstes in
der nachsintflutlichen Menschheit gesagt: »Und in den Tagen
des Nahor, in seinem siebzigsten Jahre, als Gott sah, dass die
Menschen die Götzen anbeteten, da geschah ein grosses
Erdbeben [zauä rabba). Und sie taumelten alle rückwärts und
alle ihre Gebäude wurden umgeworfen und stürzten ein. Aber
sie achteten nicht darauf in ihrem Herzen, sondern vermehrten
nur wiederum ihre Schlechtigkeit.» — »Und im hundertsten
Jahre Nahors, als Gott sah, dass die Menschen ihre Kinder den
Dämonen opferten und die Götzen anbeteten, öffnete Gott den
Verwahrungsort des Windes und die Pforte des Sturmes und
eine Windsbraut ging über das ganze Land. Sie stürzte die
Bilder und die Altäre der Dämonen um, trieb die Götzenbilder
und die Opferaltäre zusammen und häufte grosse Hügel über
sie bis auf diesen Tag. Diese Windsbraut nennen die Lehrer

1 Das ist wieder ein expressives Wort, charakteristisch für diese
Anschauung, nach der die Fröhlichkeit, die Nichtbeachtung (gafla) der künftigen
Vergeltung und der Übermut das Wesen der Gottlosen kennzeichnet. Ganz
ini Sinne Muhammeds erklärt Beitläwi (II, 224): »Sei nicht fröhlich (Jä-tabtar),
die Freude (farah) an der Welt wird überhaupt gemissbilligt, weil sie eine
Folge der Liebe zu ihr ist und weil sie Zufriedenheit mit ihr und Vergessen
ihrer Vergänglichkeit bedeutet.»

* Op. Gr., I, 42-

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