Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Kraft, Salomon, Textstudier till Birgittas revelationer
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Zusammenfassung.
Die Revelationen der heiligen Birgitta sind auf die
Nachwelt in drei Besprechungen gekommen. Die erste dieser
Rezensionen stammt aus von ihrer Hand schwedisch geschriebenen
Originalaufzeichnungen; dieselbe ist nur in einigen einzelnen
Textbruchstücken vorhanden, darunter zwei Autographe. Die
zweite Besprechung ist ein lateinischer Text, den die Beichtväter
Birgittas auf Grundlage ihrer Originalaufzeichnungen ausgearbeitet
haben. Die dritte ist eine in dem Kloster zu Wadstena
angefertigte Übersetzung dieses lateinischen Textes. Die beiden
letztgenannten Besprechungen umfassen beinahe den ganzen
Bestand der birgittinischen Offenbarungen.
Im I. Kapitel der vorliegenden Abhandlung (Das Verhältnis
zwischen den altschwedischen wid lateinischen Versionen der
birgittinischen Revelatioiien) tritt der Verfasser der von R. Steffen
aufgestellten Theorie entgegen, wonach bei der aus dem
Lateinischen ins Schwedische gemachten Ubersetzung auch von
Birgitta in der Muttersprache abgefasste Aufzeichnungen zur
Anwendung gekommen seien; die altschwedische Abfassung des
Textes sei hierdurch vielfach der lateinischen überlegen. Der
schwedische Text hat oft einen Hendiadyoinausdruck (z. B.
»höfdinge ök mäktogh»), wo das Latein nur ein Wort aufweist
(»princeps»). Steffen hält es für wahrscheinlich, dass diese
Ausdrücke später verlorenen Autographen von Birgitta
entnommen seien. Die fraglichen Ausdrücke fehlen aber in gewissen
schwedischen Handschriften, die eine ältere, dem Lateinischen
näher stehende Abfassung des Textes darbieten. Da sie
ausserdem für Birgittas eigenen Stil nicht bezeichnend sind, müssen
sie zu dem bei weitem überwiegenden Teile von einem in dem
Kloster zu Wadstena gegen Ende des XIV. Jahrhunderts lebenden
Abschreiber herstammen. Somit können sie der schwedischen
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