Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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PATER PRIBILLA UND DIF. ÖKUMENISCHE ERWECKUNG
I I
habe ich mit zwei deutschen Freunden, die ich unter den jetzt
lebenden Lutheranern an allererste Stelle setze als Mitglieder
der Kirche — der eine ist Geistlicher, der andere Laie — in
Upsala gelegentlich darüber gesprochen, ob bei dem
Schlussgottesdienst in Upsala eine Abendmahlsfeier stattfinden solle.
Aus vielen Gründen waren wir ganz einig darin, dass dies,
obwohl schön, erhebend und des Unternehmens würdig, doch nicht
geschehen könne. Erstens im Hinblick auf die zur Verfügung
stehende Zeit. Eine allgemeine Abendmahlsfeier hätte
wenigstens anderthalb Stunden oder, sagen wir, da auch viele der
gegen vier tausend Anwesenden, die nicht zur Konferenz
gehörten, aber sicher hätten teilnehmen wollen, nach unserer
Ordnung nicht hätten zurückgewiesen werden können, drei Stunden
oder noch mehr in Anspruch genommen, neben der für den
sonstigen regelmässigen Hauptgottesdienst berechneten Zeit, die
fünf Viertelstunden bis 1 */= Stunden beträgt. Auch andere Gründe
lagen vor. Es konnten selbstverständlich bei der gegenwärtigen
Lage z. B. unsere orientalischen Brüder nicht teilnehmen. In
einem Gottesdienste, wo alle Konferensbesucher sozusagen
offiziell zugegen waren, wäre dieser Unterschied vielleicht aufgefallen.
Es war daher leider ein Gebot der Notwendigkeit und der Liebe,
bei diesem Schlussgottesdienst im Jahre der Gnade 1925 die
Abendmahlsfeier noch wegzulassen. Aber die Gottesdienste
wurden bei der Stockholmer Konferenz nicht vom Komitee,
sondern von der Heimatkirche angeordnet, was nach meiner Meinung
überall geschehen sollte und von unseren Gewohnheiten in
Schweden gefordert wird. Somit fand über die
Abendmahlsfeier bei der Hoch messe in der Engelbrektskyrkan absolut keine
Diskussion statt. Dieser Gottesdienst wurde wirklich der
Höhepunkt der ganzen Konferenz. Es geschah da das
Ausserordentliche, was in der geltenden Ordnung der Kirche noch nicht
existiert, aber durch die Gnade und das Wunder Gottes doch
bisweilen schon geschehen kann, als im Christentum und im Wesen
des Abendmahls tief begründet und als eine Prophezeiung auf
die Zukunft. Wir sassen versammelt. Die Abendmahlsmesse
wurde gesungen. Der übermenschliche mystische Augenblick
naht heran. Die Einsetzungsworte sind leise verlesen, das
Vaterunser andächtig gebetet und der Sanctus mächtig aus dem Munde
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