Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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PATER PRIBILLA UND DIF. ÖKUMENISCHE ERWECKUNG
I I
Im selben Jahr hat man auch aus demgleichen Grund der
Kürze wegen im Vesperale 1925 diese verkürzte Form gedruckt,
die somit neben dem vollständigen Text benutzt werden darf.
Hätten wir die leiseste Ahnung gehabt, dass man aus dieser
einfachen Tatsache so unsinnige Schlüsse ziehen würde, die
freilich Pater Pribilla zu vernünftig ist zu wiederholen, so hätten wir
selbstverständlich das ganze Té Deum von den Messepriestern
singen lassen.
S. 115 wird bemerkt: »Beim Schlussgottesdienst wurde das
Nizäische Glaubensbekenntnis in griechischer Sprache von dem
Patriarchen Photios gebetet; aber dies geschah, wie zuverlässig
verlautete, auf das nachdrückliche Drängen des Patriarchen, der
dies zu Bedingung für seine Teilnahme am Gottesdienst gemacht
hatte». Dies ist eine Legende. Soviel ich weiss, und ich habe
doch alle Verhandlungen mit dem Patriarchen mündlich und
schriftlich geführt, hat dieser niemals einen Wunsch in dieser
Hinsicht ausgesprochen. Ich weiss nicht, wie Pater Pribilla zu
dieser Vermutung kommt. Sie ist völlig grundlos. Schon als
ich nach früherer Einladung und Korrespondenz den Patriarchen
und Papst von Alexandria im Juni 1925 in London beim
Nizäa-Jubiläum in der Westminster Abbey traf und als ich bei
Tisch im Lambeth Palace neben ihm sass, habe ich die Sache
mit ihm besprochen und unseren Wunsch geäussert, von ihm
das allgemein christliche, sogenannte Nizänische Bekenntnis beim
Schlussgottesdienst zu hören. Auch mit seinem Begleiter und
Freunde, dem jetzigen Erzbischof von Hermopolis, habe ich diese
Sache mündlich und schriftlich wie mit dem Patriarchen
wiederholt besprochen,, um dessen aktive Teilnahme am Gottesdienst
im Dom zu Upsala sicherstellen zu können. Die Initiative ist
nicht von ihm, sondern von mir ausgegangen. Damit ist
hoffentlich diese Legende aus der Welt geschafft.
Aus diesen meinen Bemerkungen soll der Leser aber nicht
etwa die Schlussfolgerung ziehen, dass das bedeutsame Buch
von Pater Pribilla nur kritisch eingestellt wäre. Er hat nicht
nur schöne, entschieden christliche Worte gegen den Krieg,
sondern auch für die Stockholmer Konferenz, und auch über
Lausanne sagt er manche schöne Worte der Anerkennung.
Ich führe nur einige wenige Beispiele an:
3 — 31369. Kyrkohist. Årsskrift 1931.
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