- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen

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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG 59

Mit der Vermutung, dass sie in den wesentlichen Abschnitten
von Söderblom selbst herrührt (Pribilla 181), verhält es sich
folgendermassen. Mehrere Lutheraner äusserten ernste Sorgen
und wollten ihre warnende Stimme in der Konferenz erheben.
Es wurde notwendig, sich zu beraten, um so vielmehr, als ein
allgemeines Religionsgespräch eine gewisse Einheitlichkeit
innerhalb jeder besonderen Konfession voraussetzt.

Nicht alle wurden von der Einladung erreicht, aber die
grosse Mehrzahl der Lutheraner hatte eines Abends eine lange
und gründliche Überlegung, in deren Verlauf eine
grundsätzliche Einigung zustande kam. Ein Redaktionsausschuss wurde
eingesetzt, der dann mehrere Stunden der Sache widmete.

S. 180 lesen wir: »Die Anglikaner betrachten die Faith
and Order-Bewegung so recht eigentlich als ihre Sache. Daher
haben sie es Söderblom sehr verübelt, dass er seine Sache (Life
and Work) von der ihrigen trennte und dadurch die äusserlich
glänzende Konferenz von Stockholm ihnen gleichsam den Wind
aus den Segeln nahm.» Hierauf wird in einer Note gesagt:
»D. Laible (AELK 1925, 709) erwähnt eine in den Zeitungen
verbreitete Nachricht, dass der (Stockholmer) Kongress in
letzter Stunde zu scheitern drohte, weil England nicht mittun wollte,
und dass Söderblom in einem Luftschiff eilends nach England
flog, um die Sache ins reine zu bringen.» Erheiternd ist es,
diesmal Dr. Laible zu lesen. Ich weiss weder etwas von einem
Zögern der Anglikaner früher oder in letzter Stunde noch von
einer Luftexpedition meinerseits, um sie zu beruhigen. Ebenso
zuverlässig ist die Behauptung, Stockholm habe Faith and
Order den Wind aus den Segeln genommen. Es trat in Lausanne
deutlich zutage, dass, wenn ich recht gezählt habe (was auch
übrigens von anglikanischen Freunden bestätigt worden ist)
wenigstens vier amerikanische Episkopalen Misstrauen gegen
Stockholm gezeigt haben. Aber die Stellung der Anglikaner in
dieser Hinsicht ist völlig klar und auch öffentlich bezeugt. Der
Erzbischof von Canterbury ist einer der ursprünglichen
Präsidenten der Stockholmer Organisation. Die Stellung von Brent
habe ich oben angegeben. Er war für Stockholm ebenso wichtig
wie für Lausanne. Auch andere hervorragende
Vertrauensmänner der anglikanischen Kirche in Grossbritannien, Irland und

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