Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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NATHAN SÖDERBLOM
kirklichen Weltkongress für Life and Work’ (Stockholm 1925)
ausgeführt. Die Arbeit dieser Konferenz muss fortgesetzt und
gefördert werden und wird gewiss den Weg für vollere geistige
Einheit durch den Glauben an Gott und unseren Herren Jesus
Christus bereiten, welcher Glaube alles christliche Leben und
alle christliche Arbeit trägt und beseelt. Ein Ökumenischer Rat
der Kirchen für praktische Zwecke kann leicht entwickelt werden
aus dem Fortsetzungsausschuss für ’Life and Work’, zu dem
offizielle Vertreter fast aller christlichen Kirchen gehören, und aus
anderen Organisationen gleicher Art.» In der ersten Fassung
wurde auch der Weltbund erwähnt.
Nötig war es keineswegs im Bericht der siebenten Sektion
Life and Work» zu nennen, aber es wurde aus zwei Gründen
eingesetzt: zuerst deshalb, weil die orthodoxe Delegation mehr
als einmal ihre Abweichung in Glaubenslehre und
Kirchenverfassung betonte, aber zugleich ihr volles und rückhaltloses
Einverständnis im Hinblick auf »Leben und Arbeit». Die
Anregung zu der organisierten Gemeinschaft war gerade von der
höchsten geistigen Behörde der orthodoxen Christenheit,
nämlich dem ökumenischen Patriarchat, ausgegangen. Sollen wir
nicht festhalten an der Gemeinschaft, die schon organisiert
ist? Der andere Grund war folgender: man war nach Lausanne
mit sehr verschiedenen Absichten und Hoffnungen gekommen.
Viele der Protestanten hatten und haben auch jetzt noch die
Meinung, dass das Einheitswerk stehen bleiben muss bei dem
Kirchenverband, einer Föderation, während — wie ich glaube
— insonderheit sämtliche, oder doch die allermeisten der
Lutheraner, Orthodoxen, Anglikaner und noch manche andere das
Ziel nicht niedriger stecken wollen als eine wirkliche
Kirclien-einheit, welche ein einziger, einheitlicher Organismus sein soll
mit Mannigfaltigkeit in den Gebräuchen und Formen. Es schien
uns in der Sektion wichtig, diese beiden Ideale klar zu
unterscheiden und dann mit dem näheren Ziel zu beginnen:
Gemeinschaft in Leben und Arbeit, und darnach das entferntere und
grössere Ziel aufzustellen, die Aufgabe der Konferenz von
Lausanne: Gemeinschaft in Glauben und Kirchenverfassung.
In der revidierten, den Kirchen empfohlenen Fassung steht
immer noch der Vorschlag, den Ausschluss für Leben und Wir-
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