Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG 59
nas, Dr. T. T. Lew, den bedeutenden Missionar Indiens, Bischof
Fischer, und andere, deren Worte und Erfahrungen ebenso wie
die Äusserungen der Bischöfe von Tinnevelly und von Dornakai
mich auf den Gedanken brachten, dass man vom fernen Osten
und vom alten Religionsland Indien her eines schönen Tages
uns im Abendlande telephonieren wird: »Wenn Ihr fortfahrt mit
euren törichten Absonderungen, müssen wir euch Missionare
schicken.» Nach den vorbereitenden Erörterungen in der
Konferenz am Donnerstag wurde an diesem Punkte soweit wie
möglich die Fassung des Bischofs von Bombay eingesetzt.
Der letzte Paragraph hat seinen Ursprung in einer
Äusserung von Professor Glubokowsky. In einer knappen,
wunderlichen Mischung der abendländischen Sprachen erklärte er in
der Sektion, dass der Schritt von der Föderation zu einer
wirklichen Vereinigung der Kirchen die Abendmahlsgemeinschaft ist.
Es ist nicht leicht, sie zustande zu bringen. Aber sie muss klar
als Ziel hingestellt werden. Warum soll man nicht der
Wirklichkeit in die Augen sehen? Ich höre noch den ergreifenden
Tonfall Bischof Hognestads, als er in der Sektion auf einen
gemeinsamen Abendmahlsgang drang. Er schloss mit den
Worten: »Ich flehe euch an in Jesu Namen: lasset uns gemeinsam
Sein heiliges Abendmahl feiern.» Eigentümlich war es, die
verschiedenen Gesichter in der Sektion bei dieser Rede zu
beobachten. Ein gemeinsamer Abendmahlsgang war gefordert
worden, aber der Ausschuss der Tagung sah sich nicht imstande,
etwas derartiges anzuordnen. In Stockholm ging man den
Ereignissen voraus. Wir fragten niemanden. Sollten nicht die
Kinder Gottes einmal das Recht haben, mit der Tat am Tische
des Herrn zu weissagen von der vereinigten Kirche, welche auch
die Kirchen als solche längst als Ziel vor sich haben? Der
Abendmahlsgang in der Engelbrechtskirche war der Höhepunkt des
Einheitswerkes bis zum gegenwärtigen Augenblick.
Es war kaum ungerechtfertigt, auf den wunden Punkt
hinzuweisen und den vierten Paragraphen von der Gemeinschaft
am Tische des Herrn handeln zu lassen. Die warnenden Worte
über sorgfältige Prüfung und gegen übereilte Schritte rühren
von dem Schreiber dss. her. Denn so ist die Lage. In
Stockholm durften wir durch ein Wunder Gottes in das Allerheiligste
6 — 31360. Kyrkohist. Årsskrift 1931.
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