Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG
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denken. Aber kann man wirklich behaupten, dass keine
diffe-rentia specifica diejenigen charakterisieren, welche ihr
Christentum als das Höchste im Himmel und auf Erden bekennen? Ich
glaube nicht, dass wir, die wir mehrmals aus verschiedenen
orthodoxen und evangelischen Kirchengemeinschaften
zusammengekommen sind und jetzt eine Zusammenarbeit organisiert haben,
auf den speziell christlichen Charakter derselben verzichten
wollen.
Der Verfasser schreibt (263): »In den sozial-ethischen Fragen des
öffentlichen Lebens werden die Katholiken stets bereit sein, auf der
Grundlage des Naturrechts auch mit Andersgläubigen
zusammenzuarbeiten, um dadurch wirksamer dem Gemeinwohl und dem
Völkerfrieden zu dienen. Die kirchliche Autorität wird dagegen
keine Einwände erheben, solange den Formen des
Zusammengehens kein religiöser Charakter anhaftet oder aufgedrückt wird,
solange also die Gefahr eines verschwommenen
Interkonfessio-nalismus vermieden wird.» Das bedeutet somit, dass wir dieses
Zusammengehen erweitern und in keiner Weise als christlich
behaupten sollen, sondern als naturrechtlich, sittlich. Es bedeutet
auch, dass somit die römisch-kirchliche Autorität vielleicht
theoretisch, aber nicht in der Praxis Andersgläubige beim
Zusammenarbeiten als Christen, d. h. als mit den römischen Katholiken
näher verbunden als Nichtgläubige, nichtchristliche Menschen
behandeln kann, sondern nur als Vertreter des Naturrechts.
Über das Naturrecht überhaupt und sein Verhältnis zur
Offenbarung, bestehen in der römisch-katholischen und der
evangelischen Theologie verschiedene Auffassungen. Es ist gut,
dass alle Freunde des Naturrechts sich zusammenschliessen, um
sittliche Grundsätze im Zusammenleben der Menschen
durchzuführen. Aber weder in Oud-Wassenaer beim Haag, noch in
Champel bei Genf oder in Peterborough, in Kopenhagen,
Hälsingborg, Birmingham, Zürich, Stockholm, Bern, Winchester,
Köln, Amsterdam, Prag, Eisenach, Chexbres oder Cambridge
wären die internationalen Versammlungen zustande gekommen,
wenn wir als Freunde des Naturrechts zusammenberufen worden
wären. Wir kamen als Freunde des Heilands. Wollten wir diese
Eigenschaft als Christen zugunsten einer allgemeineren
Zusammengehörigkeit aller Anhänger des Naturrechts preisgeben, so würden
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