- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen

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NATHAN SÖDERBLOM

die in der Forderung Roms besteht, dass wir, die Anderen, unsere
Kirchengemeinschaften verlassen, um unter dem römischen Papste
Mitglieder der römisch-katholischen Kirche zu werden, was ja
der Verfasser nicht leugnet (286). Aber zwei Seiten später,
288, hat er »keinerlei Schwierigkeiten», »z. B. dem Urteil von
Carl Stange zuzustimmen», wo es heisst: »Es ist ein völlig
aussichtsloses Unternehmen, wenn man meint, die höhere Einheit
von Katholizismus und Protestantismus suchen zu sollen. Es
handelt sich vielmehr um einen unversöhnlichen Gegensatz, so
dass das eine sterben muss, wenn das andere leben soll.» (288—
289). Der Unterschied ist nur, dass ich einen milderen Ausdruck
gebraucht habe und eine mildere Auffassung der römischen
Methode hege, wenn ich nicht von »Sterben», sondern von
»Aufsaugung» gesprochen habe. Wie der Verfasser seine Anerkennung
dieses unerbittlichen Gegensatzes zwischen Katholizismus und
Protestantismus mit seiner auf der vorigen Seite, 287, bezeugten
Zustimmung zu Dr. Rob. Winklers Worten: »Je tiefer man sein
eigenes (Bekenntnis) fasst, desto mehr wird man gerade dadurch
die andern im positiven Sinne berücksichtigen und für die
Einheit tun», vereinigen kann, ist nicht leicht zu verstehen. Übrigens
finde ich das, was Dr. Winkler geschrieben hat, ausgezeichnet
und wahr. Ich zitiere. Pater Pribilla schreibt: »Methodisch kann
ich mir daher die Worte zu eigen machen, die kürzlich ein
protestantischer Theologe, Dr. Robert Winkler, geschrieben hat:
’Die Theologie bekommt zur vornehmsten Aufgabe, durch die
Vielheit der Bekenntnisse hindurchzudringen zu ihrer Einheit als
letztem, fernstem Ziel. Sie darf nicht eher ruhen, bis sie die
Inhalte des Glaubens so vollkommen und seiner eigenen
Intention so entsprechend entfaltet hat, dass es neben diesem System
von Glaubenssätzen kein anderes geben kann, weil in ihm alles,
was an Wahrheit in andern steckt, aufgehoben ist ... Je tiefer
man sein eigenes (Bekenntnis) fasst, desto mehr wird man gerade
dadurch die andern im positivem Sinne berücksichtigen und für
die Einheit tun.’» Ganz dasselbe habe ich öfters geschrieben.
Darf ich auf dieselbe Zustimmung rechnen? Ich zitiere hier aus
»Christliche Einheit» S. 98 f.:

»Unsere Zeit hat den kleinen Beginn einer organisierten
Zusammenarbeit der Konfessionen und der Volkskirchen geschaut.

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