Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Max Pribilla S. J., Nach einer Vortragsreise durch Schweden
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MAX PRIBII.LA
Die Pflege der Gastfreundschaft überträgt sich auch auf die
Angehörigen fremder Nationen, die in Schweden ansässig sind.
Kaum war ich in Stockholm angelangt, als der Vorsitzende der
Deutschen Gesellschaft mich zu einem Herrenessen am
folgenden Tage einlud. Dort traf ich auch den deutschen
Geschäftsträger und einige andere Herren der Gesandtschaft und
verbrachte einen schönen Abend unter Landsleuten. Der deutsche
Geschäftsträger zeigte für meine schwedische Reise lebhaftes
Interesse, wie er auch zu meinem Stockholmer Vortrag am i.
November im Saale des Ärztevereins erschien. Eine herzliche
Gastfreundschaft fand ich auch in Malmö u. a. im Hause des
deutschen Konsuls, eines echten Westfalen von altem Schrot
und Korn und treuen Mitgliedes der katholischen Gemeinde.
Als ich am 8. November bei mildem Herbstwetter von
Malmö nach Kopenhagen hinüberfuhr und auf die vierzehn Tage
in Schweden zurückblickte, war meine Seele von Dank gegen
Gott erfüllt für das Gute, das ich dort tun durfte, und für die
viele Liebe, die ich von Katholiken und Protestanten erfahren
hatte.
Die freundliche Aufnahme und die Begünstigungen, die mir
bei meiner Vortragsreise zuteil geworden waren, konnten mich
allerdings nicht über die Schwierigkeit der Arbeit hinwegtäuschen,
die von den katholischen Priestern in Schweden zu leisten ist.
Haben sie doch eine ganz kleine Herde zu betreuen, die sich
aus den verschiedensten Nationen zusammensetzt und über ein
weites Gebiet in einer nichtkatholischen Umgebung verstreut
ist. Viele Wege werden bei solcher Seelsorge vergeblich
gegangen. Um so mehr freute mich die Wahrnehmung, dass die
katholischen Priester und auch die katholischen
Ordensschwestern, die ihnen in Treue und Eifer wertvollste Hilfe bieten,
gerne in Schweden weilen und mit herzlicher Sympathie von
dem Volke und Lande sprechen, das ihnen zur zweiten Heimat
geworden ist. Möge ihnen und mit ihnen allen schwedischen
Katholiken unter Gottes Beistand die schwierige Aufgabe
gelingen, durch Einigkeit, Starkmut und Klugheit inmitten eines
protestantischen Volkes würdige Zeugen zu sein für den
Glauben und die Liebe der grossen katholischen Weltkirche. Sie
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