Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Granskningar och anmälningar - Erwin Mülhaupt (utgivare), D. Martin Luthers Evangelien-Auslegung (Professor H. v. Campenhausen)
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2 granskningar och anmälningar
meiden liess.1 Im übrigen ist der deutsche Text nur in vorsichtigen
Grenzen soweit modernisiert, dass er beim Lesen keine ernsthaften
Schwierigkeiten macht, wofür vielleicht gerade die nichtdeutschen Leser
dem Herausgeber dankbar sein werden. Anmerkungen sind selten und
geben nur zu einzelnen Namen und Begriffen spärliche Erläuterungen.
Da sie offenbar — und mit Recht — auch mit ganz ahnungslosen Lesern
rechnen, hätte hier m. E. mitunter etwas mehr geboten werden können.2
Umgekehrt ist bei den Überschriften hier und da vielleicht noch
peinlicher darauf zu sehen, dass sie keinen Gedanken geltend machen, den
Luther nicht selber hervorhebt.3 ■—■ Besonderen Dank verdient der
Herausgeber dafür, dass er die Mühe nicht gescheut hat, ein kleines
Register auszuarbeiten. Es ist natürlich nicht in jeder Hinsicht
vollständig1, aber wird in seiner vornehmlich sachlich-theologischen Orientierung
den Benutzern doch manchen guten Dienst leisten.
Das ganze Werk ist auf 5 Bände berechnet. Es liegen vor der
erste Band mit den »Weihnachts- und Vorgeschichten bei Matthäus und
Lukas» und die ersten Lieferungen des zweiten Bandes, der den übrigen
Matthäustexten bis Kap. 25 einschliesslich gewidmet ist. Der dritte
Teil soll das Meiste zum Markus- und Lukasevangelium bringen, über
die Luther weit seltener gepredigt hat, der vierte das
Johannesevangelium, aber ohne die Passions- und Ostertexte, die aus allen vier Evan-
1 Für den, der diesen Text der Nachschrift ungeglättet vor sich hat, kann
Mülhaupts deutende Wiedergabe in ähnlicher Weise eine Hilfe sein wie die
Bearbeitung Buchwalds. In vereinzelten, besonders schwierigen oder
unlösbaren Fällen, wird der Urtext übrigens auch wörtlich in einer Anmerkung
mitgeteilt.
2 Was die »legenda aurea» sind (II, 43), wird nicht jedermann wissen.
Wenn von Markions Doketismus die Rede ist (I, 81), so wäre weniger auf seine
Gegnerschaft gegen das Alte Testament hinzuweisen als auf den Dualismus
seiner Weltanschauung. Die Erklärung »Bachant = Schüler» ist allzu bündig
(II, 76). Benedikt von Nursia sollte besser nicht als »Begründer des
benedik-tinischen Mönchtums» (I, 72), keinesfalls als Begründer des
»Benediktinerordens» (II, 99) bezeichnet werden. Die Meinung, »Manichäus» bezeichne bei
Luther nicht Mani selbst, sondern nur den Manichäer (II, 81), ist unrichtig.
Gelegentlich vermisst man auch die genauere Angabe über den Fundort eines
von Luther zitierten Vätertextes. — Sollte übrigens I, 166 mit »Zacharias»
nicht der Prophet Sacharja gemeint sein?
3 Allzu subjektiv in diesem Sinne erscheint mir z. B. I, 22 die
Formulierung: »Allegorie und doch mehr als Allegorie»; I: 65: »reichlich allegorische
Behandlung» oder II, 28 »Gute Auslegung» zur Kennzeichnung eines
Predigtstyps»; ebenso die Seitenüberschrift II, 83: »Wie Luther schon 1521 und noch
1538 das Gesetz predigte.»
4 Warum fehlt z. B. Arius, wenn sogar Photin, Markion und die Manichäer
berücksichtigt sind?
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