Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Meddelanden och aktstycken - Nils Rodén, Resebrev från Adolph Sten till Herrnhut
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RESEBREV FRÅN" ADOLPH STEN TILL HERRNHUT
23I
Gemeine, und der 1. Heiland bekante sich auf die Landstrase recht
gnä-dich zu mir. Unter wegens besuchte ich den Cap. Gylngam.1 Ich war
nur willens bey ihm zu übernachten, weil er mich aber nicht so balde
wolte fahren lassen und auch das Wetter gar sehr regenhaft war, so
blieb ich den Sonnabend und Sonntag bey ihm. Wir hatten manche
nützliche Unterredungen mit einander und er war von Herzen dankbar
vor meinen Besuch.
Montags den 2. Sept. reiste ich von ihm ab und kam den selben Tag
nach Umeå, weil es schon abend war so nahm ich im Gasthof
Nacht-qwartier und fuhr den Morgen darauf zu den Lands-Haupman Graf
Leyonstedt der 1 1/2 Meile von der Statt auf sein Landt-Guth war. Der
Graf als auch die Gräfin freueten sich ausnehmendt mich wiederum zu
sehen; sie haben beide den Heiland lieb und wenn man von ihm redet,
so fliesen ihre Augen in Thränen, auch haben sie die Brüder recht lieb;
auch ist er ein allgemeiner Menschen-Freund und das macht, dass er
volle Arbeit in seinem Amte hat; weil ihm aber hie und da quer-striche
gemacht wirt, dass er nicht allemal seine guten absichten ausführen
kan, so hat er sich solches zu Gemüte gezogen und ist dadurch ins
kränkeln gekommen, weil er über diese Umstände vertraulich mit mir
redete, so gab ich ihm den Rath: dass er alles in Jesu Namen thun solte;
ihm hübsch zu Hülfe nehmen; die Ähre Gottes und nicht seine suchen,
und er nahm meinen Rath mit vielen Dank an und wünschte sich Gnade,
nach den Sinn des Heilandes seinem Amte zu besorgen. Sonst sind hier
gar wenige Menschen die um ihre Seligkeit bekümert seyn und doch
musste ich täglich mich in grossen Gesellschaften aufhalten, sonderlich
des Mittags bey Tische.
Sonntags den 8. als an meinem Geburtstage musste ich mit den
Graf und Gräfin nach der Statt zur Kirche fahren weil in derselben
gemeldet werden solte, dass ein Chron-Prinz2 geboren worden ist, und um
desswillen wurde das Tedeum unter Kanonieren gesungen. Ich fand
doch gelegenheit, dass ich den Heiland für meine Gnadenwahl danken
konte und mich auf meine künftige Tage und Stunden seinem treuen
Herzen empfahlen.
Weil ich ein Brief von Stockholm kriegte worin ich gefrag wurde:
ob ich mein Patron, den Hofmarschall Rudbeck3 nicht den Br. Malmström
überlassen wolte und dienste bey den Graf Leyonstedt suchen: Ich las
dieses den Grafen vor, und er war von Herzen willich dazu und schrieb
mir auf Carta sigilata einen Vollmacht als Cammerer.
Einen Umstand wil ich noch hiebey fügen: Als der Graf das erste
1 Skall sannolikt vara kaptenen vid Västerbottens regemente Gabriel
Gyllengahm, som år 1779 blev kapten vid nämnda regemente. Jfr G.
Elgen-stierna, a. a., III, s. 259, och N. Rodén, a. uppsats, s. 193.
2 Sten åsyftar Gustaf III:s son Karl Gustaf, f. 1782, d. 1783.
3 Se om hovmarskalk Adolf Rudbeck G. Elgenstierna, a. a., VI, s. 581 f.,
och N. Rodén, Herrnhutiska och nyevangeliska väckelserörelser etc., s. 86.
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