- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Fyrtiofjärde årgången, 1944 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Theodor van Haag S. J., Die apostolische Sukzession in Schweden - 9. Bischofspläne und Bischofsernennungen unter Johann III

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die apostolische sukzession in schweden

Ii/

den Elfjährigen 1547 nach Rom kommen, um ihm eine katholische
Erziehung zuteil werden zu lassen. Im Jahre 1553, also noch zu
Lebzeiten des hl. Ignatius von Loyola, trat er als erster
Skandinavier in das Collegium Germanicum ein, musste aber drei Jahre später,
als das Kolleg wegen des Krieges und der Teuerung in grösste Not
geriet, zu seinem Onkel ins Birgittahospital ziehen und setzte dort
und in Löwen seine Studien fort. Magnus heiratete später, doch
blieb die Ehe kinderlos. Als Witwer kehrte er nach Schweden
zurück. Possevino scheint als erster seine Konsekration ins Auge
gefasst zu haben. Jedenfalls reiste Magnus Laurentius auf seine
Veranlassung im Mai 1578 nach Rom, wo er vom Papst
Empfehlungsschreiben an Johann III. und Katharina erhielt. Im Februar
1579 schloss er sich in Ingolstadt der zweiten Gesandtschaftsreise
Possevinos an.20 Im Juni schrieb Warszewicki aus Stockholm an
den Legaten, der König habe nichts dagegen, dass Magnus heimlich
zum Priester geweiht werde, doch dürfe das in Schweden nicht
bekannt werden. Für seinen Unterhalt müsse von anderer Seite
gesorgt werden, denn er werde in Schweden kein Amt erhalten, da
ihm nach der Meinung des Königs die notwendige Gelehrsamkeit
fehle.21 Possevino entschloss sich nun, Magnus Laurentius noch vor
der gemeinsamen Überfahrt über die Ostsee zum Priester weihen
zu lassen. Am 13. Juli konnte der Legat mitteilen, dass Magnus als
Priester aus Kulm zurückgekehrt sei.22 Kurz vorher hatte der Legat
dem Kardinalstaatssekretär in einem längeren Brief aus Braunsberg
seine Bischofspläne auseinandergesetzt. Ausser dem Bistum Abo
sei jetzt auch Uppsala durch den Tod des Inhabers frei geworden.
Er habe deshalb Magnus Laurentius zum Bischof von Kulm
geschickt, damit er in aller Stille zum Priester geweiht werde. Es sei
zwar kaum zu erwarten, dass Johann III. ihn zum Erzbischof er-

Magnus, ein Irrtum, der schon in zeitgenössischen Quellen, selbst bei
Possevino, vorkommt. Die richtige Namensform mit Begründung siehe bei J.
Metzler, Magnus Laurentius. Der erste Skandinavier im Kollegium Germanikum.
Archivum Historicum Soc. Jesu 7 (1938) 92-96.

20 J. Metzler a. a. O., S. 95.

21 Warszewicki an Possevino, Stockholm 15. Juni 1579. Arch. Vat. Nunz.
Germ. 92, fol 115. Vgl. auch: »Originale della lettera prima scritta dal P.
Varsouicio al P. Posseuino et riceuuta il 27 di Giugno 1579.» a. a. O., fol 138.

22 Possevino an Como, Braunsberg 13. Juli 1579. Arch. Vat. Nunz. Germ.
92, fol 155.

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