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IV. Díe Lehre von der Offenbarung.
Mohammed „hoffte niht, daß ihm die Schrift zuteil werden sollte“
(28, 86). Er war sih niht bewußt, daß er je so kühne Wünsche gehegt
hätte, der Prophet seines Volkes zu werden und den Arabern eine heilige
Schrift zu schenken, wie sie die Juden und Christen besaßen. Als er zum
ersten Male die Stimme des Engels die göttlihen Worte in fein Ohr reden
hörte, war es ihm ein unerwartetes, unfaßbares Wunder. Die ganze Ge-
wißheit seiner Berufung, der Glaube, der ihn unter Hohn und Verfole
gungen aufre<ht hielt, der ihn mit freudigem Mute Menschen und Dämonen
herausfordern ließ, einen glei wunderbaren Koran zustande zu bringen,
gründet si auf dieses Noment der Überrashung, das wir so gut aus den
Erlebnissen der Propheten, Geistermedien und Efstatiker kennen.
Er war si< keiner Absiht bewußt. Heißt dies, daß sie niht vor-
handen war? Gewiß nicht. Der Geist der Inspiration shafft niht in einem
absolut leeren Raum. Er wendet das gesammelte Material an, das die
Seele besißt, sei es aktuell im Bewußtsein oder in dunklen Untergründen
verborgen und verschlossen. Daher kommt es, daß die Inspiration, die
scheinbar von allen persönlihen Wünschen und Erwartungen fo unabhängig
ist, in der Regel ihrer Form nah von den Vorstellungen bestimmt wird,
die in der betreffenden Umwelt gerade vorherrshend sind. Ist es üblich,
daß sie die Form der Besessenheit annimmt, bei der ein Geist dur< den
Mund des Mediums sprit, dann tritt ein neuer Prophet als Besessener
auf. Ist die efstatis visionäre Himmelfahrt die normale Verbindung niit der
unsihtbaren Welt, dann nimmt das Inspirations-Erlebnis ebenso sicher.
diese Form an. Besonders bei den primitiven Kulturen haben die Inspi-
rationserlebnisse im selben Volke fast immer einen einheitlihen Typ. Es
zeigt si, daß dieser Typ als das formgebende Prinzip über dem seelischen
Prozeß s<hwebt, wenn die Offenbarung entsteht. Es ist mehr als wahr-
\heinli<, daß die Form, die Mohammeds Eingebung in seiner propheti=
hen Offenbarung erhielt, im voraus durh Gedanken und warum niht
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