Full resolution (JPEG)
- On this page / på denna sida
- Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread.
/ Denna sida har aldrig korrekturlästs.
* 62 —
Die milde Gluth der warmen Sonne
Schuf rings die Luft balsamisch rein,
Die Wesen schöpften neue Wonne.
Wie, mußte das so flüchtig sein?
Den Himmel, jüngst noch rosenroth,
Jetzt düstre Wolken rings bedecken,
Vom Boden sich die Nebel strecken,
In ihrem Hauche geht der Tod.
Der Teppich, den die Schönheit webte,
Daß Aug und Herz vor Freuden lacht,
Wo süße Lust um Rosen schwebte,
So in des Sommers ganzer Pracht, —
Bewahrt von seinem Zauberglanz
Nichts, als ein trauriges Gedenken.
Ach! gern den Flug die Stürme lenken
Hin nach der Schönheit Blumenkranz.
So kannst du denn nicht länger weilen,
Und giebst den Freuden keine Rast?
Die schönen Zaubertage eilen
Dahin mit ungestämer Hast!
Der kühle Herbst nach kurzer Lust,
Der kalte Winter langsam schreiten.
Die Stunden, die uns Glück bereiten,
Entfliehen ach! so schnell der Brust!
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
(www-data)
(download)
<< Previous
Next >>
https://runeberg.org/nbcdichtun/0084.html