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Muß hüllen jetzt mich mit geborgtem Kleide,
Geborgte Farbe widerwillig leihn;
Im Busen Schmerz und auf den Lippen Freude,
Muß, wenn die Seele blutet, heiter sein.
Ach! dieser stete Kampf im tiefen Herzen
Läßt meine Wunden nur noch heft’ger schmerzen.
O! willig trägt der Mensch des Lebens Mühen,
Die herbes Erdenschicksal auf ihn legt,
Wenn fern ihm nur geringste Freuden blühen,
Nur schwächster Hoffnungsschein sich dämmernd regt.
Doch welchen Trost kann mir die Zukunft geben,
Da keine Hoffnungsstrahlen mich umschweben?
So fließt das Leben in verborg’nen Klagen
Und ungesehen trag ich mein Geschick.
Der Kummer nur blieb mir von sel’gen Tagen,
Und namenloser Schmerz von einst’gem Glück.
Mir winkt kein froher Strahl mehr zum Genießen —
Und was die Zukunft birgt, kann Gott nur wissen.
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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