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— 125 —
O, höchster Gott, giebst uns, wenn wir vom Liebsten
scheiden,
Doch nicht zugleich die Macht, zu sagen was wir leiden.
Ach! für den feinsten Schmerz fehlt uns der Sprache
Laut.
Es giebt auf Erden Nichts, was so das Herz betrübet,
Als wenn es klagend ruft: den du so sehr geliebet,
Dein Freund, — er ward zu Staub.
Mein theurer Freund, der Du Geduld und Kraft der
Seele
Stets treu bewahrt, wie auch gestärmt des Lebens
Welle,
Vergieb den lauten Ruf des Jammers und der Noth:
Denn dunkel ward mein Herz und Nichts tönt mehr
den Ohren,
Als einzig, was Du warst, was ich in Dir verloren.
Mit dir sinkt es in Tod.
*
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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