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— 146 —
Wehe! wie wird vom Liebesbrande
Nieder der frohe Muth gebeugt.
Schäfer sang an dem kühlen Strande
Hell und leicht:
Seit ihn die Liebe schlug in Bande,
Wieder schweigt.
Bald ach! Liebe davon sich hebet,
Eilet wie Schwalben schnell vorbei,
Wie auf dem Strom die Binse schwebet
Zart und frei,
Nun bei des Ruders Schlag erbebet,
Knickt entzwei.
Selig die Lust, zu ruhn im Schatten,
Wo im Frieden die Lämmer ziehn,
Hüpfen auf grünen, sonnigen Matten
Froh dahin!
Dort, in des Haines kühlen Schatten
Laßt mich fliehn.
Ahmt dann in später Abendstunde
Töne der Nachtigall mein Sang,
Wecket in nächsten Waldes Grunde
Widerklang:
Fühle ich Balsam für jede Wunde,
Liebeskrank.
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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