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— 182 —
Mit dir als Braut treibt sich ein angenehmes Spiel,
Doch wer zur Frau dich nimmt, bekommt ach! viel
zu viel.
Wen nicht der Leumund quält und wer nicht Tadel flieht,
Der hat in jedem Fall ein glückliches Gemüth.
Was ist wohl unser Ziel, wenn wir’s genau betrachten?
Nun: Vorurtheile sehn und ruhig sie verachten.
Zu Eigen hört uns nichts von allem irdschen Gut.
Sein Eigen nennt der Mensch nur, was er will und
thut.
Daran erkennest du des edlen Herzens Sinnen,
Wenms stets nur geben will, und niemals will gewinnen.
Nur was uns Niemand raubt, ist wahres Glück
hienieden
Drum suche nur dein Heil in deinem Seelenfrieden.
Ein tugendsam Gemüth und klare Einsicht haben,
Ein edles Angesicht: das sind des Glückes Gaben.
Nachsichtig sein bei Andrer Fehl ist gut gerathen:
Wie du die Andern mißt, so mißt man deine Thaten.
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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