- Project Runeberg -  Die person Muhammeds in lehre und glauben seiner gemeinde /
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(1917) [MARC] Author: Tor Andræ
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Die prophetenlegende

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Andra?, Die person Muliammeds

Näfi, ich glaube aber, du wirst es nicht vermögen.» Am morgen
war sie auch, obgleich er sie mit aller vorsieht gebunden hatte,
verschwunden. Der prophet sagte: »Derjenige, der mit ihr
gekommen ist, ist auch mit ihr weggegangen.»1 Das wunder wird
oft wiederholt, einmal sogar mit einem mutterschaf, das
cAbdallah b. Mascüd gehörte, und das noch nie geworfen hatte.2
Das motiv: ein tier, das freiwillig zu dem bedrängten reisenden
kommt und durch seine milch dessen durst stillt, kommt auch
in den mönchslegenden vor. Dem fliehenden märtyrer Namas
kommt eine hirschkuh entgegen und lässt sich von ihm melken.3

Wiesen uns die speisewunder hauptsächlich an die biblischen
religionen, so können sich dagegen die heilungswunder einer
in allen antiken religionen gleich allgemeinen popularität erfreuen.
Aber besonders für den synkretistischen Wunderglauben waren
die heilungen durch götter, wie durch heilige oder überhaupt
aussergewöhnliche menschen4, ein beliebter gegenständ der wunder
-schaffenden phantasie. Die wunder dieser art hat im Islam
eigentlich erst die spätere Überlieferung mit besonderer Vorliebe
gepflogen, aber schon die älteren quellen wissen, dass der
prophet die wundergabe zu heilen besessen habe. Er setzte das
zerflossene auge des Qatäda b. al-Nifmän wieder ein; es wurde
das beste seiner beiden äugen.5 Wie Yespasian mit seinem
Speichel einem blinden das gesicht wiedergab, so heilte Muhammed
mit seinem speichel das auge cAli s6 und die pfeilwunde yAbü
Qatäda s.6 Einem alten mann, der an magenkrebs litt, gab der
prophet seine gesundheit wieder, dadurch dass er auf einen
erd-kloss spie, den er dem kranken in wasser aufgelöst zu trinken
gab.6 Das wasser, mit dem er die rituelle wasehung vollzogen
hatte, kam an Zauberkraft fast dem speichel gleich. Ein
ermüdetes kamel wurde durch begiessung mit solchem wasser imstande
seine beiden reiter zu tragen. Der glaubenseifrige söhn des
»erz-heuchlers» ’Ubajj, cAbdallah b. ’Ubajj, suchte sogar durch eine
ähnliche behandlung den unglauben seines alten vaters zu heilen,

1 Ihn Sacd I: 1, 118 f.

2 Ihn Sa’d III: 1, 106 f; ein ähnliches wunder auf der flucht von
Mekka, ib. I: 1, 155.

3 M. v. Wulf, Heilige und heiligenverehrung in den ersten christl.
Jahrhunderten, Leipzig 1910, 507.

4 Vgl. die heilungen Vespasians: Wendland, Die
hellenistisch-römische kultur 126.

5 Ibn Sacd 1:1, 125. 6 Wäqidi 155, 271, 230.

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