- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
173

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 3. Die Proteine - II. Zusammengesetzte Proteine (Proteide) - B. Nukleoproteide

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Nuklei asäu reu 173
Spaltung aus mehr zusammengesetzten hervorgegangen wären. Für die Guanyl-
säure trifft jedoch eine solche Annahme nicht zu, denn ihr Mutterproteid ent-
hält nur eine Base, das Guanin.
In den empirischen Formeln der verschiedenen Nukleinsäuren nimmt man
allgemein 4 Atome Phosphor an. Die Relation zwischen Phosphor und Stick-
stoff ist in der Thymus- und der Salmonukleinsäure nach Schmiedeberg wie
4:14, nach Steudel dagegen wie 4:15. In der Tritikonukleinsäure fanden
OsBORNE und Harris die Relation 4:16, und in der Guanylsäure hat Bang
das Verhältnis 4:20 gefunden.
Die Nukleinsäuren sind amorph, weiss, von saurer Reaktion. In ammonia-
kalischem oder alkalihaltigem Wasser sind sie leicht löslich. Sie lösen sich auch
in konzentrierter Essigsäure und bilden mit Kupferchlorid und Salzen der
Schwermetalle überhaupt unlösliche Salze, die meisten auch unlösliche, basische
Salze mit Erdalkalien. Die /^-Guanylsäure ist sehr schwer löslich in kaltem
Wasser und ziemlich leicht löslich in siedenden, aus dem sie beim Erkalten
sich wieder ausscheidet. Aus der Alkaliverbindung wird die Guanylsäure durch
überschüssige Essigsäure leicht gefällt. Die Nukleinsäuren werden sonst aus
solcher Verbindung nicht durch überschüssige Essigsäure, wohl aber durch einen
geringen Überschuss von Salzsäure, besonders bei Gegenwart von Alkohol,
niedergeschlagen. In saurer Lösung geben die genannten Säuren mit Eiweiss-
stoffen Niederschläge, die man als Nukleine aufgefasst hat. Das Verhalten der
Guanylsäure in dieser Hinsicht hat mau infolge ihrer Schwerlöslichkeit in ver-
dünnten Säuren noch nicht hinreichend prüfen können. Alle Nukleinsäuren
sind unlöslich in Alkohol und Äther. Sie geben weder die Biuretprobe noch
•die MiLLONsche Reaktion. Die Nukleinsäuren sind optisch aktiv, und zwar mit
Ausnahme der Inosinsäure rechtsdrehend (Gamgee und Jones %
Von proteolytischen Enzymen, wie Pepsin und Trypsin, werden die Nukleo-
proteide mehr oder weniger tiefgehend zersetzt; die Nukleinsäuren scheinen jedoch
hierbei nicht bis zur Abspaltung von Phosphorsäure und Purinbasen abgebaut
zu werden. Ein solcher Abbau kann dagegen, wenn auch langsam, durch Erepsin
(Nakayama) oder andere, demselben nahestehende Enzyme, die man auch
Nuk leasen (Iwanoef, Fr. Sachs) genannt hat, bewirkt werden. Auch Mikro-
organismen können die Nukleinsäuren mehr oder weniger tiefgehend zersetzen^)
SCHITTENHELM Und ScHRÖTER).
Die tierischen Nukleinsäuren, mit Ausnahme von Guanyl- und Inosin-
säure, stehen einander jedenfalls sehr nahe, wenn sie nicht sogar identisch sind.
1) Schmiedeberg, Arch. f. exp. Path. u. Pharm. Bd. 37, 48, 57; Steudel, Zeitschr
. physiol. Chem. 49, 53, S. 14; Osborne u. Harris ebenda 36; Bang ebenda 26 u. 3J
und Hofmeisters Beiträge 5 und Biocb. Zentralbl. 1, S. 295.
Proc. Roy. Soc. 72.
Nakayama, Zeitsebr. f. pbysiol. Chem. 41; Iwanofp ebenda 39; Fritz Sachs
e N uklease mit dem Trypsin identisch ? Inaug.-Dissert. Heidelberg 1905 ; Schittenhelm
u. Schroter, Zeitschr. f. physiol. Chem. 41.
Phosphor
und Stick-
stoff.
Eigen-
schaften der
Nuklein-
säuren.
Zersetzung
durch
Enzyme.

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