Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 5. Tierische Fette und Phosphatide - 2. Phosphatide
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rhosphatide, 229
Gehirne, eine grössere Anzahl von mehr oder weniger analog gebauten Stoffen
vorkommt. Sämtlichen diesen Stoffen hat er den Gruppennamen Phosphatide
gegeben.
Diejenigen Phosphatide, welche nur 1 Phospborsäueradikal im Moleküle
enthalten, nennt er Mono phosphatide, die mit zwei solchen Radikalen D i-
phosphatide. Die Monopbosphatide können ihrerseits ein, zwei oder mehrere
Atome Sticktoff im Moleküle enthalten, und dementsprechend unterscheidet man
zwischen Monoamido- (P:1S’=1:1), Diamido- (P:N=1;2), Triamido-
m 0 n 0 p h 0 s p h a t i d e n (P ; N = 1
:
3) usw. Zu den Monoamidomonophosphatiden
gehört die Lezithingruppe. Diamidomonophosphatide sind, ausser von Thudichum
im Gehirne, auch in der Galle (Hammarsten), in Eigelb (Stern und Thier-
FELDER), in Muskeln (Erlandsen) gefunden worden und scheinen überhaupt
recht verbreitet zu sein. Ein Triamidomonophosphatid, von den Entdeckern
„Neottin“ genannt, haben S. Frankel und Bolaffio ^) aus Eigelb isoliert, und
nach Thudichum kommt in der Rindergalle ein Tetraamidomonopbospbatid vor.
Unter den Monoamidodiphosphatiden (P:1S’=:2:1) ist das von Erlandsen ent-
deckte und näher studierte „Cuorin“ zu erwähnen, und das Vorkommen eines
Phosphatides von demselben Typhus im Eigelb ist neulich von H. Mac Lean^)
angekündigt worden. Nach Thudichum soll es auch (in dem Gehirne) stick-
stofffreie Phosphatide geben ;
wenn aber dies richtig ist, dürften diese Stoffe
jedenfalls vorläufig nicht zu den eigentlichen Phosphatiden zu rechnen sein.
Die Phosphatide scheinen einander sehr nahe zu stehen; sie beeinflussen
gegenseitig ihre Löslichkeit und Fällbarkeit und werden meistens als Gemenge
ausgefällt, die ausserordentlich schwer in ihre Bestandteile zu trennen sind. Sie Schwierig-
sind ferner meistens amorph und leicht oxydabel, und es ist also leicht verständ- Darstellung,
lieh, dass ihre Reindarstellung mit den allergrössten Schwierigkeiten verknüpft
sein muss. Unter solchen Umständen liegt auch keine hinlängliche Gewähr für
ihie chemische Individualität vor, und die Angaben über ihre Eigenschaften und
Zusammensetzung müssen also mit einer gewissen Reservation aufgenommen
Averden.
Die bisher untersuchten Phosphatide scheinen meistens Esterverbindungen
zwischen Stickstoffbasen und Fettsäure-glyzerinphosphorsäure zu sein. Nach
Ihudichum soll es aber auch Phosphatide geben, die keine Glyzeringruppe ent-
halten.^ Die in den Phosphatiden vorkommenden Fettsäuren können verschiedener
Art sein. Regelmässig kommt jedoch, wie es scheint, mindestens ein Radikal
der Ölsäure oder einer anderen, noch weniger gesättigten Fettsäure vor. Die
Phosphatide addieren dementsprechend auch regelmässig Jod. Sie sind, wie gesagt,
autox-ydabel, nehmen Sauerstoff aus der Luft auf und verändern sich leicht
(Erlandsen). Sie geben auch regelmässig eine schöne Reaktion mit der
cbcwi
Zeitschr. f. physiol. Cheui. Bei. 86, S. 528; Stesn u. Thierfelder
a^o3, Erlandsen ebenda 51; Frankel (u. Bolaffio), Biocli. Zeitschr. 9.
I-hysiol
Erlandsen, 1. c. H. Mac Lean, Zeitschr. f.
Konsti-
tuierende
Best and-
teile.
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