Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 7. Chylus, Lymphe, Transsudate und Exsudate - Anhang. Lymph- und Blutgefäss-Drüsen und endokrine Drüsen
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Lymphdrüsen iind Thymusdrüse.
Proteinsubstanzeu. Nach Bang enthalten die Lymphdrüsen zwar nukleinsaures
Histon (Nukleohiston), aber in geringerer Menge und von etwas anderer
Art als das bisher am besten studierte sogen. Nukleohiston aus der Thymus-
drüse. Als Produkte einer Autolyse können auch Albumosen verkommen. Bei
langandauernder tiefgreifender Autolyse von Lymphdrüsen fand Reh^) als Spal-
tungsprodukte : Ammoniak, Tyrosin, Leuzin (etwas weniger), Thymin und Urazil.
Ausser den übrigen gewöhnlichen Gewebsbestandteilen, wie Kollagen, Retikulin,
Elastin und Nuklein, hat man in den Lymphdrüsen auch Cholesterin, Fett,
Glykogen, Fleischmilchsäure, Purine und Leuzin gefunden. In
den Inguinaldrüsen einer alten Frau fand Oidtmann 714,32 p. m. Wasser,
284,5 p. m. organische und 1,16 p. m. anorganische Substanz. In den Zellen
der Mesenteriallymphdrüsen vom Ochsen fand Bang^) 804,1 p. m. Wasser, 195,9
feste Stoffe, 137,9 Gesamtproteinstoffe, 6,9 nukleinsaures Histon, 10,6 Nukleo-
proteid, 47,6 alkohollösliche Stoffe und 10,5 p. m. Mineralstoffe.
Die Thymus. Die Zellen dieser Drüse sind sehr reich an Nukleinstoffen
und verhältnismässig arm an gewöhnlichem Eiweiss, dessen Natur übrigens noch
nicht näher studiert ist. Das Hauptinteresse knüpft sich wesentlich an die
Nukleinsubstanzen an. Aus dem Wasserextrakte der Drüse haben zuerst Kossel
und Lilienfeld durch Ausfällen mit Essigsäure und weiteres Reinigen eine
Proteinsubstanz, das allgemein bekannte Nukleohiston, dargestellt. Durch
Einwirkung von verdünnter Salzsäure wird das Nukleohiston nach ihnen in
Histon und Leukonuklein gespaltet. Das Leukonuklein sollte ein echtes
Nuklein, also eine verhältnismässig eiweissarme phosphorreiche Nukleinsäureeiweiss-
verbindung sein. Über das Nukleohiston liegen neuere Untersuchungen von
Bang, Malengreau und Huiskamp’^) vor, die alle darin übereinstimmen,
dass dieses Nukleoproteid keine einheitliche Substanz, sondern ein Gemenge von
mindestens zwei Stoffen ist. Über die Natur dieser Stoffe differieren aber die
Ansichten der genannten Forscher noch recht wesentlich, was zum Teil daher
rührt, dass man nach verschiedenen Methoden gearbeitet hat, zum Teil aber auch
in der grossen Veränderlichkeit der hier in Rede stehenden Stoffe begründet
sein dürfte.
Ausser dem eigentlichen Nukleohiston, B-Nukleoalbumin von Malengreau,
enthält das LiLiENFELDsche Histon ein zweites Nukleoproteid, welches von Bang
und Huiskamp einfach als Nukleoproteid, von Malengreau als A- Nukleo-
albumin bezeichnet wird. Dieses Proteid, welches nur gegen 1 p. c. Phosphor
enthält und welches vielleicht mit einem schon von Lilienfeld in der Thymus
Studier over Nucleoproteider. Kristiania 1902 und Hofmeisters Beiträge 4.
Hofmeisters Beiträge 3.
®) 1. c.
*) Lilienfeld, Zeitschr. f. physiol. Chem. 18 ; Kossel ebenda 30 u. 31 ;
Bang ebenda
30 u. 31, ferner Arch. f. Math, og Naturvidenskab 25, Kristiania 1902 und Hofmeisters
Beiträge 1 u. 4; Malengreau, La Cellule 17 u. 19; Huiskamp, Zeitschr. f. physiol. Chem.
32, 34 u. 39.
Lymph-
drüsen.
Nukleo-
histon.
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