Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 8. Die Leber - Die Galle und die Gallenbildung
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Taurocholsäureii. 395
(,
löslich in Äther, Benzol und Azeton. In Wasser ist die Säure sehr leicht
[’ löslich und die Lösung hat einen überwiegend süssen, nur wenig bitteren Ge-
i schmack. Die Säure kann ihrerseits auch die schwer lösliche Glykocholsäure
!’
in Lösung halten. Dies ist der Grund, warum ein Gemenge von Glykocholat
i mit einer genügenden Menge von Taurocholat, wie es oft in der Rindergalle
f vorkoinmt, nicht von einer verdünnten Säure gefällt wird. Die Salze der
I
Taurocholsäure sind im allgemeinen leicht löslich in Wasser und die Lösungen
der Alkalisalze werden nicht von Kupfersulfat, Silbernitrat oder Bleizucker ge-
P fällt. Bleiessig erzeugt dagegen einen in siedendem Alkohol löslichen Nieder.
I schlag. Das Alkalisalz wird aus wässeriger Lösung nicht nur von denselben
i Neutralsalzen wie das Glykocholat, sondern ausserdem auch von Chlorkalium,
I
Natrium- und Kaliumazetat gefällt.
i
Tauroclioleinsäure ist eine zweite, von Hammaesten in der Hundegalle
j
nachgewiesene und von Gullbeestg aus Rindergalle isolierte Taurocholsäure
^
von der Formel C26H45NSO6 oder CavH^^NSOg. Die Säure ist bisher nur
! amorph erhalten worden. Sie ist leicht löslich in Wasser mit widrig bitterem
> Geschmack. Sie ist auch leicht löslich in Alkohol, aber unlöslich in Äther,
I Azeton, Chloroform und Benzol. Das in Wasser lösliche Alkalisalz kann durch säure.
I
NaCl als eine honigähnliche Masse ausgesalzen werden. Die Lösung des
’
Salzes wird von Eisenchlorid gefällt. Die Spaltungsprodukte sind Taurin und
^ Cholein säure.
Die Darstellung der Taurocholsäureii geschieht am einfachsten
t aus einer glykocholsäurefreien oder an dieser Säure sehr armen Galle, wie Fisch-
H oder Hundegalle, am einfachsten aus der letzteren. Die Wasserlösung der
J schleimfreien Galle wird mit Eisenchlorid möglichst vollständig gefällt. Dieser
Niederschlag wird auf Taurocholeinsäure und das Filtrat auf Taurocholsäure
1 verarbeitet. Aus dem Filtrate wird erst das Eisen mit NagCOg entfernt und Darstellung
i dann wird das schwach alkalische Filtrat mit NaCl gesättigt. Es scheidet sich clToisTtoen".
hierbei das Taurocholat aus, welches, nach weiterer Reinigung, mit salzsäurehaltigem
,! Alkohol zerlegt wird. Die Taurocholsäure wird aus dem alkoholischen Filtrate
mit Äther gefällt und aus wasserhaltigem Alkohol durch Ätherzusatz umkristal-
lisiert. Zur Darstellung der Taurocholeinsäure wird die obige Eisenfällung mit
8 Soda behandelt, das Alkalisalz der Taurocholeinsäure mit salzsäurehaltigem
i Alkohol zerlegt, die Säure aus der alkoholischen Lösung mit Äther gefällt und.
) die Fällung aus Alkohol mit Äther wiederholt.
Chenotaurocholsäure liat man eine in der Gänsegalle als die wesentlichste Gallen-
* säure derselben vorkommende Säure von der Formel C29H4(,NS06 genannt. Diese, wenig
r studierte Säure ist amorph, löslich in Wasser und Alkohol.
Die Taurocholsäuren sind zum Unterschied von den Glykocholsäuren im
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allgemeinen leicht löslich in Wasser. In der Galle des Walrosses kommt in-
dessen eine verhältnismässig schwerlösliche, leicht kristallisierende Taurocholsäure Taurochoi-
f vor, die wie eine Glykocholsäure aus der Lösung des Alkalisalzes in Wasser
‘‘
durch Zusatz einer Mineralsäure ausgefällt werden kann (Hammaesten)^).
I ’) Hammarsten, Zeitschr. f. physiol. Chem. 48; Guelbring ebenda 45.
*) Nicht veröffentlichte Untersuchung.
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