Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 11. Die Muskeln - Extraktivstoffe des Muskels
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556 Elftes Kapitel.
Mineral-
stoffe.
Mineral-
stoffe und
Funktio-
nieren des
Muskels.
dem Muekele,we,ss und kommen deshalb In reichlicherer Menge in der Asche
voi. Von Kalium und Phosphorsilure enthält der Muskel so reichliche Mengen
dass das Kalmraphosphat unbedingt das im Muskel vorheiTschende Salz ,u’
sein soheiiit. Von Chlor finden sich nur unbedeutende Mengen, die wenigstens
nun red von einer Verunreinigung mit Blut oder Lymphe herzuleiten sind
Ler Cehalt an Magnesium ist in der Kegel bedeutend grösser als der an Kah
ziuni Eisen kommt nur in geringer Menge vor. Schmey ’) fand, auf frische
Muskelsubstanz berechnet, Schwankungen von 0,0129 (Kaninchen) bis 0,0793
(Menschen) p. m. Die Herzinuskulatur war verhältnismässig reich an Eisen
0,06 bis 0,109 p. m.
’
F. Ueano 2) hatte am Froschmuskel die Salze der Zwischenflüssigkeit
(
lut, Lymphe) durch Behandeln des Muskels mit einer isotonischen Kohrzucker-
losung (von 6 p. c.) entfernt und in dieser Weise gefunden, dass das Natrium
nicht der Muskelsubstanz selbst, sondern der Zwischenflüssigkeit angehört, während
das Chlor wenigstens zu einem sehr kleinen Teil ein wahrer Muskelbestandteil
ist. Aus dem Natriumgehalte berechnete er ferner, dass die Zwischenüüssig-
keit, wenn sie ungefähr die Zusammensetzung des Muskelplasmas hat, etwa Vg
des Muskelvolumens^ ausmacht. Nach neueren Untersuchungen von Urano
war die Möglichkeit einer Schädigung der osmotischen Eigenschaften der Muskel-
fasern durch die Zuckeiiösung nicht ganz ausgeschlossen, und die Frage, ob die
Muskelfasern natriumfrei sind, war deshalb auch nicht ganz sicher entschieden.
Spätere Untersuchungen von Fahr 3) machen jedoch die Abwesenheit von
Natrium in Froschmuskeln sehr wahrscheinlich.
Die Bedeutung der verschiedenen Mineralstoffe für die Funktion des
Muskels ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen von Loeb, Lingle, Howell,
Overton, Langendorff und Hueck u. a.’^) gewesen. Durch viele, sehr inter-
essante Untersuchungen sind weitere Beweise für die schon in einem vorigen
Kapitel besprochene IonenWirkung der Elektrolyten und den Antagonismus ver-
schiedener Ionen geliefert worden. Diese Untersuchungen deuten ferner darauf
hin, dass einem jeden der genannten Ionen Na, Ca und K eine bestimmte
Rolle für die Erhaltung der Erregbarkeit, für die Kontraktion und die Er-
schlaffung des Muskels zukommt, wenn auch die Untersuchungen noch nicht
zu einem solchen Abschluss gelangt sind, dass man die lonenwirkungen klar
überblicken könnte. Auf alle Fälle scheint es klar zu sein, dass für das nor-
male Funktionieren des Muskels eine ZusammenWirkung verschiedener Ionen
ein notwendiges Bedingnis ist. Dementsprechend gelingt es auch, mittelst einer
mit Sauerstoff gesättigten Durchleitungsflüssigkeit, welche etwa 7 p. m. NaCl
^) Macallum, Journ. of Physiol. 32; Schmey, Zeitschr. f. physiol. Chem. 39.
Zeitschr. f. Biol. 50.
ÜEANO ebenda 51; G. Fahr ebenda 52.
*) Loeb, Amer. Journ. of Physiol. 3 und Pflügees Arch. 80, 91; Lingle, Amer.
Journ. of Physiol. 4 (auch Literaturangaben); Ovekton, Pflügees Arch. 92 u. 105; Langen-
DOEFF u. Hueck, ebenda 96.
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