- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
629

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 14. Die Milch - Menschenmilch

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

Fraueumilch. Kolostrum. 629
Nach Kubneb soll die Frauenmilch gegen 3 p. m. Seifen enthalten, was indessen Seifen und
CA.MEREK und SÖLDNER nicht haben bestätigen können. Nach ihnen enthält die Frauenmilch Harnstoff,
keine Seifen oder nur äusserst kleine Mengen davon. Die Menge des Harnstoffstickstoffes in
der Frauenmilch beträgt nach ihnen 0,11—0,12 p. m., während sie nach Schöndorff^) etwa
doppelt so gross, nämlich 0,23 p. m. ist.
Über die Menge der Minerals t off in der Frauenmilch liegen Analysen
namentlich von Bunge (Analysen Ä und B) und von Söldner und Camerer
(Analyse C) vor^). Bunge analysierte die Milch derselben Frau, teils 14 Tage
nach der Entbindung nach einer 4 tägigen Periode von sehr kochsalzarmer
Nahrung (M), teils 3 Tage später nach einem täglichen Zusatze von 30 g NaCl
zu der Nahrung (B). Die Zahlen sind auf 1000 gm Milch berechnet.
K20 .
A
. . 0,780
B
0,703
C
0,884
NaaO . . . 0,232 0,257 0,357
CaO . . . 0,328 0,343 0,378 Die Mineral-
stoffe der
Frauen-
MgO . . . 0,064 0,065 0,053
FesOg . . . 0,004 0,006 0,002 milch.
P2O3 . . . 0,473 0,469 0,310
CI . . . . 0,438 0,445 0,591
Das Verhältnis der zwei Stoffe, des Kaliums und des Natriums, zueinander
kann nach den Bestimmungen Bunges recht bedeutend schwanken (1,3 bis
4,4 Äqv Kali auf je 1 Äqv Natron). Durch Zusatz von Kochsalz zu der
j
Nahrung steigt der Gehalt der Milch an Natrium und Chlor, während ihr Gehalt
j
an Kalium abnimmt. De Lange fand im Anfänge der Laktation mehr Na
j
als K in der Milch. Jolles- und Friedjung fanden in der Frauenmilch durch-
j
schnittlich 5,9 mgm Eisen im Liter, Camerer und Söldner^) etwa dieselbe
Menge — nämlich 10—20 mgm FgOg = 3,5 —7 mgm Eisen in 1000 gm
Frauenmilch.
Die Gase der Frauenmilch sind von E. Külz^) untersucht worden. Er
fand in 100 ccm Milch 1,07 —1,44 ccm Sauerstoff, 2,35—2,87 ccm Kohlensäure Gase,
und 3,37—3,81 ccm Stickstoff.
Inwieweit die Kuhmilch durch Verdünnung mit Wasser und passende
Zusätze geeignet gemacht werden kann, die Frauenmilch als Nahrung für den
Säugling zu ersetzen, ist nicht sicher zu entscheiden, bevor die Verschiedenheiten
des Eiweisses dieser zwei Milchsorten eingehender studiert worden sind.
Das Kolostrum hat ein höheres spez. Gewicht, 1,040—1,060, einen
grösseren Reichtum an koagulablem Eiweiss und eine mehr gelbliche Farbe als Kolostrum,
gewöhnliche Frauenmilch. Schon einige Tage nach der Entbindung wird jedoch
die Farbe mehr weiss und der Albumingehalt kleiner, und ebenso nimmt die
Anzahl der Kolostrumkörperchen ab.
I
0 Rübner, Zeitschr. f. Biol. 36; Camerer u. Söldner ebenda 39; Schöndoeff,
j
Pflügers Areh. 81.
*) Bunge, Zeitsehr. f. Biol. 10; Camerer u. Söldner ebenda 39 u. 44.
! De Lange, Malys Jahresb. 27; Jolles u. Friedjung, Arch. f. exp. Path. u.
j
Pharm. 46; Camerer (u. Söldner), Zeitschr. f. Biol. 46.
Zeitschr. f. Biol. 32.

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Mon Dec 11 15:13:06 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/physchemde/0641.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free