- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
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(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 15. Der Harn - VI. Pathologische Harnbestandteile

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Nukleoalbumin. Blut im Harne.
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satz ’.US dem Haine isolierten, als „aufgelöstes Musln“ oder „Nukleoalbumin“
teiret:,. Substansen sind also nach Mönnisn
^-“"t^mirNuX:-
mit hauptsächlich Chondroitinschwefelsäure, m viel germgerem Grade mit Nuklein
säure und bisweilen vielleicht auch mit Taurocholsäure ansuseheii.
Da der normale Han, regelmässig einen Überschuss an eiweissfallender
Substaiis enthält, ist es offenbar, dass eine vermehrte Ausscheidung von soge-
nanntem Nukleoalbumin einfach durch eine vermehrte EiweissausscheHung s -
Stande kommen kann. In noch höherem Grade muss thes aber der Fall se n
wenn sowohl das Eiweiss wie die eiweissfällenden Substanzen in vermehrter
Menge ausgeschieden werden.
Nachweis des sogenannten Nukleoalbumins. Wenn ein Harn nach Zu-
satz von Essiesäure opalisierend, trübe oder sogar gefällt wird, wie auch wenn
« nach dem Verdünnen mit Wasser eine mehr typische Heller sehe Eme.ss-
reaktion als der unverdünnte Harn gibt, hat man Veranlassung, eine ünto-
suchung auf Muzin und Nukleoalbumin zu machen. Da die Salze des H in
die Aurfällung der fraglichen Substanzen durch Essigsäurezusatz sehr erechweren,
Zst man sie durch Dialyse zuerst entfernen. Man unterwirft deshalb eine
möglichst grosse Menge Harn der Dialyse (unter Zusatz von Chloroform), bis
die Salze entfernt worden sind. Darauf setzt man Essigsäure bis zu etwa 2 p. m.
hinzu und lässt stehen. Der Niederschlag wird in Wasser mit möglichst wenig
Alkali gelöst und von neuem mit Säure gefällt. Zur Prüfung auf Chondroitm-
Schwefelsäure wird ein Teil längere Zeit im Wasserbade mit etwa 6 p. c Salz-
säure erwärmt. Erhält man dabei positives Resultat bei Prüfung auf Schwefel-
säure und reduzierende Substanz, so war Chondroproteid vorhanden. Kann man
eine reduzierende Substanz aber keine Schwefelsäure nachweisen, so hegt wahr-
scheinlich Muzin vor. Erhält man weder Schwefelsäure noch reduzierende Sub-
stanz, so wird ein Teil des Niederschlages der Pepsinverdauung unterworfen und
ein anderer Teil zur Bestimmung etwa organisch gebundenen Phosphoi-s ver-
wendet. Fallen diese Proben positiv aus, so muss man zur Unterscheidung
zwischen Nukleoalbumin und Nukleoproteid eine besondere Untersuchung auf
Nukleinbasen machen. Dies ist der schematische Gang der Untersuchung. Ein
sicherer Entscheid kann aber nur durch Verarbeitung von sehr grossen Harn-
mengen erreicht werden. Das Filtrat von dem Nukleoalbumin kann man in
üblicher Weise auf Eiweiss prüfen.
Nukleohiston. In einem Falle von Pseudoleukämie fand A. JOLLES eine phosphor-
haltige Pi’oteinsubstanz, die er als mit dem Nukleohiston identisch betrachtet. Histon soll
auch angeblich in einigen Fällen von Kkehl und Matthes und von KOLISCH und BURIAN )
gefunden worden sein.
Blut uud Blutfarbstoff. Durch Blutungen in den Nieren oder irgendwo
in den Harnwegen kann der Harn bluthaltig werden (Hämaturie). In diesen
Fällen ist der Plarn, wenn die Blutmenge nicht sehr gering ist, mehr oder
weniger stark getrübt, von rötlicher, gelbroter, schmutzig roter, braunroter oder
schwarzbrauner Farbe. Bei frischen Blutungen, bei welchen das Blut sich noch
nicht zersetzt hat, ist die Farbe mehr blutrot. In dem Sedimente findet man
9 JOLLES, Bei-, d. d. ehern. Gesellsch. 30; Krehl u. Matthes, Deutsch. Arch. f.
klin. Med. 54; Kolisch u. Burtan, Zeitschr. f. kliu. Med. 29.
Nukleo-
albumin.
Nachweis
des sog.
Nukleo-
albumins.
Nukleo-
histon.

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