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888 Naclif.räge.
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und Adenosin sind linksdrehend. Die Guanylsäure besteht nach Lkvenk und
Jacobs (ebenda 42, S. 2469) aus einer Verbindung zwischen Phosphorsäure und
(Gin Nukleoside Guanosin, CioHjgNgO.,, welches eine glukosidähnliche Verbinduiiir
zwischen Guanin und Pentose (d-Ribose) ist.
Ad S. 180. Hans Fischer hat gefunden (Zeitschr. f. physiol. Chem (50)
dass die Verbindungen der Purinbasen mit Diazokörpern Azofarbstoffe sind
Pm-inbascn. und dass der Eintritt der Diazogruppe bei 8 stattfindet. Die in der 8-Stellung
.
substituierten Purinbasen kuppeln nun mit Diazokörpern ebensowenig wie die
in 7-Stellung substituierten, und Fischer zieht deshalb, entgegen der Ansicht
von Burian, den Schluss, dass im Nukleinsäuremoleküle, welches ebenfalls nicht
mit Diazokörpern unter Farbstoffbildung reagiert, die Purinbasen ebensowohl bei
Stellung 8 wie bei Stellung 7 gebunden sein können.
Ad S. 236. Bezüglich der blutdruckerniedrigenden Wirkung des Cholins
und seiner anregenden Wirkung auf gewisse Sekretionen ist zu bemerken, dass
nach G. Modrakowski (Pflügers Arch. 124) diese Wirkungen nicht dem
reinen Cholin zukommen, sondern wahrscheinlich von Verunreinigung mit sehr
kleinen Mengen einer anderen, stark wirkenden Substanz herrühren. Das Cholin
zersetzt sich sehr leicht und wird deshalb leicht verunreinigt. Ebenso dürfte
das aus Geweben isolierte Cholin leicht verunreinigt werden, und die im Texte
Cliolin.
S. 236 und 471 (über das Sekretin) gemachten Angaben über die physiologische
Bedeutung des Cholins sind also einer weiteren Prüfung bedürftig.
Ad S. 279. Uber die Konstitution des Hämatins und den Ursprung
der Küster sehen Hämatinsäure hat 0. Piloty (Annal. d. Chem. u. Pharm.
366) wichtige Untersuchungen veröffentlicht. Durch Erwärmen von Hämato-
porphyrin mit Salzsäure und Zinnchlorür erhielt er drei Produkte, nämlich
Hämopyrrol, Hämopyrrolkarbon säure und Desoxyhämatoporphyrin. Das Hämo-
pyrrol scheint ein einheitliches Produkt zu sein und wird als /?-Methyl-/?i-n-Propyl-
liyrrol aufgefasst. Die Hämatinsäure entsteht nicht aus dem Hämopyrrol,
sondern ihre Muttersubstanz ist die kristallisierende Hämopyrrolkarbonsäure,
welche bei der Reduktion des Hämatoporphyrins neben dem Hämo-
pyrrol gebildet wird und welche durch Oxydation in Hämatinsäure, CgHgNO^,
rnmaHnl Übergeht. Das Desoxyhämatoporphyrin, C34 H3
gN40g, welches von dem Hämato-
porphyrin durch den Mindergehalt von einem Atom Sauerstoff sich unter-
scheidet, liefert bei weiterer Reduktion nebeneinander Hämopyrrol, Hämo-
pyrrolkarbonsäure und Hämatopyrrolidinsäure. Die letzgenannte, die noch nicht
rein erhalten wurde, liefert ihrerseits bei weiterer Spaltung und Oxydation
Hämatinsäure und ein piperidinartig riechendes, basisches Öl. Diese Unter-
suchungen, durch welche die Muttersubstanz der Hämatinsäure bekannt geworden
ist, sind im Einklänge mit der Beobachtung Küsters, dass ein Teil der Hämatin-
säure verhältnismässig leicht, ein anderer Teil dagegen schwieriger und mehr
allmählich abgespaltet wird. Dagegen sind sie vorläufig nicht mit der im Texte
S. 279 erwälinten Annahme Küsters zu vereinbaren, derzufolge im Hämatin
eine Gruppe enthalten sein soll, welche leicht in Hämatinsäure aber nicht in
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