Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - VI. Deutero-Jesaja. Der leidende Gottesknecht - 1
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I
ierzig Jahre nach der Zerstörung des Tempels er-
scholl eine rufende Stimme durch das jüdische
Exilin Babylonien (Gola), eine Stimme, die trö-
stete, weckte und rüttelte.
Gegen Ende der Regierung Nabonids (545) taucht un-
vermutet in der Gola eine sonderbare Prophetengestalt
auf, die allgemeines Staunen weckt. Er mag ein etwa
dreißigjähriger Mann gewesen sein, mit einem verklärten
Antlitz und mit einer Gestalt, die von Leiden zeugt.
Scheu und schweigsam irrt er von Platz zu Platz. Nie-
mand weiß, woher er kommt und wohin er wieder geht.
Ein undurchdringliches Dunkel umhüllt seine Person;
man kennt nicht einmal seinen Namen. Die ihn einmal
gehört, nennen ihn Jesaja. | |
Er pflegt nicht öffentlich zu reden, vor größeren Volks-
massen. Von Zeit zu Zeit kommt er unerwartet in eine
der jüdischen Kolonien und spricht dort zu einem kleinen
Kreise von vertrauten Männern flammende, aufrüttelnde
Worte — von den Zeichen der Zeit, von Gott und
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